Straftaten auf Zehn-Jahres-Tief

Lokales
Schwandorf
26.03.2015
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Im Landkreis ereigneten sich 2014 die wenigsten Straftaten der vergangenen zehn Jahre. Quer durch fast alle Delikt-Bereiche sinken die Zahlen. Beim Rauschgift nicht - aber auch das ist ein gutes Zeichen.

Obwohl die hohe Zahl an Wohnungseinbrüchen (wir berichteten) der Polizei zu schaffen macht, fällt der Sicherheitsbericht für 2014 positiv aus. Die Zahl der Straftaten sinkt bereits seit Jahren beständig. 2014 erreichte sie mit 5110 (-84 im Vergleich zu 2013) einen neuen Tiefststand. Im Polizeipräsidium Oberpfalz sorgen solche Statistiken für frohe Gesichter: "Das ist natürlich sehr erfreulich, aber es ist auch unsere ureigenste Aufgabe dafür Sorge zu tragen", kommentierte Polizeisprecher Michael Rebele diese Zahlen. In 67,3 Prozent der Fälle überführten die Ordnungshüter die Täter.

Knapp die Hälfte aller Straftaten fällt unter die Rubriken "Einfache und schwere Diebstähle" sowie "Vermögens und Fälschungsdelikte". Gewaltdelikte spielen hier eine deutlich geringere Rolle. In diesem Bereich verzeichneten die Ordnungshüter 140 Fälle - und damit den niedrigsten Wert seit 2006. Einen kontinuierlichen Rückgang auf den niedrigsten Stand in zehn Jahren gab es auch bei der Straßenkriminalität. Dazu zählen laut Definition der Polizei Straftaten, die zu öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen einen speziellen Bezug haben - wie Handtaschenraub, Sachbeschädigungen an Autos, Fahrraddiebstähle oder Automatenaufbrüche.

Gleichbleibendes Niveau

Auf einem gleichbleibenden Niveau liegt die Zahl bei der Diebstahlskriminalität. Sie hat sich mit 1540 Fällen im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Ebenfalls so niedrig wie in den vergangenen zehn Jahren nicht waren die 868 Fälle, die den Vermögens- und Fälschungsdelikten zuzuordnen sind. Einzige Ausnahme bildet die Rauschgiftkriminalität: Hier stieg der Wert das dritte Jahr in Folge auf nun 343 Fälle an. Allerdings handelt es sich dabei um ein sogenanntes "Kontrolldelikt". Das heißt: Je mehr Kontrollen es gibt, desto höher liegt naturgemäß die Zahl der Verstöße. Insofern ist dieser Wert eher ein Indiz für eine verstärkte Tätigkeit der Polizei in diesem Bereich.

Gesetzesverstöße sind nach wie vor eine eher männliche Eigenschaft: Zu den 3438 aufgeklärten Straftaten ermittelte die Polizei 2530 Tatverdächtige. Davon waren nur 622 weiblich. Der Löwenanteil war außerdem erwachsen: Nahezu vier von fünf Straftaten werden von Über-21-Jährigen verübt.

Den höchsten Anteil haben Kinder, Jugendliche und Heranwachsende an Sachbeschädigungen (40,9 Prozent der Taten), an Delikten aus der Straßenkriminalität (36,7 Prozent) sowie an gefährlichen und schweren Körperverletzungen (30,5 Prozent). Raub (83,3 Prozent), Ladendiebstähle (81,9 Prozent) und Diebstähle aus Autos (81,8 Prozent) gehen am meisten auf das Konto von Erwachsenen.

Weniger Verkehrstote

Ein Blick auf die Straßen: Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2013 von 4224 auf 4323 leicht gestiegen, liegt aber auf dem Niveau der vergangenen zehn Jahre. Acht Menschen (20; Zahl aus 2013 in Klammern) verloren 2014 auf den Straßen im Landkreis ihr Leben. Zurück auf den niedrigsten Stand seit 2005 gingen die Unfälle, die auf Alkohol (48) und Geschwindigkeit (179) zurückzuführen sind.
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