Tag der offenen Tür an der Beruflichen Oberschule - hoffen auf Zuwachs für neuen Zweig
Einen weißen Fleck besetzen

Am Stand des Ausbildungszweiges "Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnik" erläuterte Lehrerin Daniela Zeitler (rechts) die Arbeitsmethoden der neuen Fachrichtung. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
25.11.2014
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Die Berufliche Oberschule hofft auf Zuwachs, wenn 2015 der neue Zweig "Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnik" hinzukommt. Dafür rührte sie bei einem Tag der offenen Tür kräftig die Werbetrommel. Für das laufende Schuljahr war der Antrag wegen zu geringer Anmeldungen abgelehnt worden.

Daniela Zeitler ist Lehrerin für Biologie und Chemie an der Beruflichen Oberschule und deutete an ihrem Stand die Vielfalt der Ausbildung im "grünen Zweig" an. Die Besucher schnupperten in die praktische Arbeit hinein, untersuchten mit dem Mikroskop Pantoffeltierchen und Amöben und bekamen einen Einblick in chemische Abläufe. "Es ist ein Ausbildungszweig mit hohem Praxisanteil", betonte Daniela Zeitler. Wer ihn wähle, könne später in chemischen, umwelttechnischen, medizinischen oder auch verwaltungstechnischen Berufen arbeiten.

50 Schüler nötig

An diesem Tag bestand auch die Möglichkeit zur Besichtigung des Neubaus, in den die Berufliche Oberschule noch im Dezember umziehen wird. Dr. Michael Völkl (Nittenau) ist neuer stellvertretender Leiter am Beruflichen Schulzentrum Oskar von Miller und in dieser Funktion zuständig für das operative Geschäft an der Beruflichen Oberschule. Gemeinsam mit Schulleiter Ralf Bormann führte er die Gäste durch das Haus. Das neue Gebäude ist dauerhaft für 26 Klassen mit rund 600 Schülern ausgelegt.

Mit der Erweiterung des Angebots um den Zweig "Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnik" erhofft sich die Schulleitung ab September 2015 einen Schülerzuwachs. Im vergangenen Jahr erhielt die Schule noch eine Absage wegen zu geringer Beteiligung (37 Anmeldungen), heuer nun will sie die Voraussetzungen schaffen und mindestens 50 Jugendliche anwerben. Neben Wirtschaft, Technik und Soziales soll ab September 2015 ein vierter Ausbildungszweig hinzukommen. "Wir decken dann den Einzugsbereich von Tirschenreuth bis Cham und von Regensburg bis Hof ab", betont e Schulleiter Ralf Bormann. Damit werde "ein weißer Fleck" in der Oberpfälzer Bildungslandschaft verschwinden. Der neue Zweig richtet sich an alle Realschulabgänger und Jugendliche mit abgeschlossener Berufsausbildung, die ihre Schwerpunkte auf die sogenannten Mint-Fächer "Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik" legen. Der Lehrplan biete genügend Freiräume, um im Unterricht aktuelle Themen der Genetik, der Stoffwechselvorgänge, der Ernährung, der Ökologie und der Biotechnologie aufgreifen zu können, so Dr. Michael Völkl.
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