Team aus Schülern, Eltern und Lehrern bemüht sich um erfolgreiche Bewerbung
Fronberger Schule fördert fairen Handel

Der neunjährige Maximilian gehört zum Schulteam und hofft, dass das Fair-Trade-Siegel bald am Eingang der Fronberger Schule hängt. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
16.10.2014
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"Regional, saisonal, bio, fairtrade". Auf diese Reihenfolge achtet Maria Juraske bei der Zusammenstellung des "gesunden Pausebrots". Für die Leiterin der Grundschule Fronberg hat es keinen Sinn, Lebensmittel aus der Dritten Welt einzuführen, "die es frisch bei uns gibt". Daneben könnten aber auch Fairtrade-Produkte ihren festen Platz im Angebot haben.

Die Grundschule Fronberg will Fairtrade-Schule werden. Fairer Handel sei regelmäßig Thema im Unterricht, erklärte Maria Juraske dem neu gegründeten Schulteam, das sich am Mittwoch erstmals traf. Die Existenz einer solchen Arbeitsgemeinschaft ist eines der Kriterien zur Erlangung des Schulsiegels.

Wer Fairtrade-Schule werden möchte, muss nicht nur Produkte aus den Schwellen- und Entwicklungsländern anbieten, sondern auch Aktionen starten und Schulveranstaltungen organisieren. "Das alles machen wir schon lange", versichert die Schulleiterin. Zur Antragstellung fehlte bislang nur ein Schulteam aus Lehrern, Eltern und Schülern. "Mit unserer Kampagne wollen wir Vorbild für andere Schulen sein und sie zum Mitmachen ermuntern", sagt Maria Juraske. Von einem Fairtrade-Netzwerk verspricht sich die Schulleiterin neue Ideen. Schokolade aus Lateinamerika, Bananen aus Afrika und Rosen aus Ecuador. Mit dem Kauf könne die Schule einen kleinen Beitrag für einen fairen Handel leisten. Die Schultüten und Adventskalender sind mit "fairen" Produkten gefüllt, im Lehrerzimmer dampft der Fairtrade-Kaffee, und die T-Shirts der Kinder sind aus "fairer" Baumwolle. Auf diese Weise könne die Schule Zeichen setzen, so die Leiterin.

Solidarisch zeigen

Für den Titel "Fairtrade-School" packen nun Schüler, Lehrer und Eltern gemeinsam an und überlegen sich Ideen, wo und wie mehr "Fairness" in den Schulalltag einfließen könne. Mittlerweile erklären sich bereits 850 Städte und Gemeinden in 22 Ländern solidarisch mit den Menschen in der Dritten Welt und treten gegen Ausbeutung ein. Darunter auch Schwandorf. Die Lenkungsgruppe der Großen Kreisstadt bekam erst vor wenigen Monaten das Siegel überreicht. Ein solches Logo soll demnächst auch am Eingang zur Fronberger Schule hängen. Den Antrag dazu will die Schulleiterin in diesen Tagen stellen.
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