Toleranz und Ruhe gefordert

Lokales
Schwandorf
06.11.2015
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Frank Möller hat die Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft in Dachelhofen als "ganz normale, freundliche Menschen" kennengelernt. Bei der Bürgerversammlung am Donnerstag in der Oberpfalzhalle beruhigte der ehrenamtliche Helfer alle Mitbürger, die Angst vor Überfremdung haben.

"Keinerlei Berührungsängste" empfindet auch Dorothea Seitz-Dobler, die regelmäßig die Unterkunft mit 50 Asylbewerbern besucht und dort herzlich empfangen wird. Die Asylbeauftragte der Stadt, Irene Duscher, bat um Verständnis für die Menschen aus anderen Kulturkreisen und forderte von den Kritikern mehr Toleranz ein.

Kein Polizeischutz

Zu jenen, die kritisch hinterfragen, gehört Gerhard Grünwald. Der ehrenamtliche Mitarbeiter der "Schwandorfer Tafel" habe gehört, "dass sich die Männer nicht von Frauen bedienen lassen". Derartiges sei ihm noch nicht zu Ohren gekommen, versicherte der Tafel-Beauftragte der Trägergemeinschaft, Gero Utz, auf Nachfrage.

"Nehmen wir den Fuß vom Gas", appellierte auch Landrat Thomas Ebeling an die Vernunft der Bürger. Die Meldungen über Verstöße von Asylbewerbern hielten sich im Landkreis in Grenzen. Ludwig Scheuerer von der Regierung der Oberpfalz lobte die Stadt und den Landkreis und ermunterte die Bevölkerung, die Integration aufzunehmen, anstatt dagegen zu protestieren. Polizeischutz und Sicherheitsdienste werde man für die Schwandorfer Unterkünfte nicht benötigen, ist Ludwig Scheuerer überzeugt.

Auch W-Lan ein Thema

Walter Ostheim von der Bürgeraktion Naabtal hatte eine Anfrage zum Thema "Ersatzneubau Ostbayernring" gestellt. Die Leiterin des Stadtplanungsamtes, Sabine Pollinger, berichtete über den aktuellen Sachstand und das laufende Verfahren. Oberbürgermeister Andreas Feller will sich für eine Erdverkabelung stark machen und gegebenenfalls ein Pilotprojekt beantragen. Beim "freien W-Lan für die Innenstadt" möchte der Oberbürgermeister das Förderprogramm der bayerischen Staatsregierung abwarten. Die Verbindung nach Krondorf bleibe auch während der Brückensanierung bestehen, so die OB-Antwort auf eine Anfrage.
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