Traditionelles Treffen der BBV-Kreisvorstandschaften des Bezirks in Schwandorf - ...
Stärke und Gestaltungskraft der Bauern erhalten

Der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl (Zweiter von rechts) und der Oberpfälzer BBV-Präsident Franz Kustner (rechts) definierten bei der Tagung in Schwandorf auch die weiteren Ziele. Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
04.03.2015
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Der Bayerische Bauernverband (BBV) feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. "Wir blicken zurück auf sieben Jahrzehnte, in denen sich Bayern und die bayerische Land- und Forstwirtschaft enorm verändert und weiterentwickelt haben. Und auf 70 Jahre, in denen sich der Bayerische Bauernverband und seine Mitglieder als gestalterische Kraft maßgeblich in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eingebracht haben", sagte der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl bei der Tagung mit den Kreisvorstandschaften des BBV Oberpfalz in Schwandorf.

Als der BBV am 7. September 1945 gegründet wurde, war der Wiederaufbau und die Versorgung der kriegsgebeutelten Bevölkerung mit Lebensmitteln die zentrale Aufgabe im und auf dem Land, heißt es in der BBV-Presseverlautbarung. Heute sähen sich die bayerischen Bauernfamilien mit neuen und anderen Herausforderungen konfrontiert: "Momentan bedrohen Entwicklungen in zwei ganz wesentlichen Bereichen die Zukunftsaussichten der Land- und Forstwirtschaft", sagte Franz Kustner, Präsident BBV-Oberpfalz. "Immer höhere Auflagen und weiter steigende Erwartungen an unsere Arbeit auf einer Seite und Dumping-Preise auf anderer Seite - das funktioniert nicht." Dies mache auch den rund 14 000 landwirtschaftlichen Betrieben in der Oberpfalz zu schaffen.

Ausbildungszahlen steigen

Aus Heidls Sicht müssen die Landwirte in dieser Situation alle an einem Strang ziehen. "Wenn wir uns als Landwirtschaft und Verband weiter unsere Stärke und Gestaltungskraft erhalten, so wird der Weg in eine erfolgreiche Zukunft auf dem Land führen", sagte der Bauernpräsident. Das zeigten die steigenden Ausbildungszahlen in der grünen Branche und auch die global steigende Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln, erneuerbaren Energien und nachwachsenden Rohstoffen. "Die Land- und Forstwirtschaft weist in vielen Bereichen den Weg in eine grüne Zukunft, grün wie die Farbe unseres Verbandes", sagte Heidl. Voraussetzung dafür seien jedoch die passenden Rahmenbedingungen in Bayern, Berlin und Brüssel. Dies wurde auch bei der mehrstündigen Diskussion mit den BBV-Verantwortlichen in der Oberpfalz deutlich. Immer höhere Auflagen bei Pflanzenbau und Tierhaltung mit zunehmenden Dokumentationspflichten machen den Bauern das Leben schwer. Präsident Heidl verdeutlichte, wie sich der Bayerische Bauernverband für die Belange der Land- und Forstwirtschaft und des gesamten ländlichen Raumes einsetzt und erhielt dabei hohe Zustimmung für seine fundierte fachliche Arbeit. "Miteinander für Sie und Ihren Erfolg - gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft": Das Leitbild stehe dabei für das Selbstverständnis des BBV mit seinen über 150 000 Mitgliedsbetrieben und Bauernfamilien. Der Verband stehe so heute für über 750 000 Menschen auf dem Land.

Interessen gebündelt

1945 war es eine historische Leistung, die Interessen der bayerischen Bauern in einem Einheitsverband zu bündeln. Diese Einheit wurde all die Jahre bewahrt und ist eine wichtige Voraussetzung, um die Anliegen der Bauernfamilien wirksam vertreten und voranbringen zu können. Weitere Infos zum BBV und zur Verbandsgeschichte im Internet unter www.BayerischerBauernVerband.de/70-Jahre-BBV
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