Triebfeder für Innovationen

Dr. Matthias Segerer, IHK-Kulturwirtschaftsexperte Dr. Martin Kammerer, Präsident Gerhard Witzany und Oberbürgermeister Andreas Feller (von links) unterstrichen die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
16.11.2014
14
0

"Für Attraktivität und Zukunftsfähigkeit einer Region spielen Kreativität und Kultur eine entscheidende Rolle". Laut IHK-Präsident Gerhard Witzany ist mittlerweile daraus ein Wirtschaftszweig entstanden, der stattliche Umsätze erwirtschaftet.

Unter dem Titel "Kreative Wirtschaft - starker Standort" befassten sich 60 Vertreter von Kommunen, Behörden und Firmen bei der "Kultur-Kreativ-Werkstatt" im Sitzungssaal des Zweckverbandes Müllverwertung mit einer Studie der Industrie- und Handelskammer, wonach 4300 ostbayerische Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft jährlich 1,6 Milliarden Euro an Umsatz erwirtschafteten. In der Oberpfalz und in Niederbayern arbeiten 17 000 Erwerbstätige in den Branchen Architektur, Design, Werbung, bildende Kunst, Medien und Software-Produktion.

Vernetzung in der Region

Der Diplom-Kaufmann und Diplom-Geograph Dr. Matthias Segerer, ein gebürtiger Schwandorfer, ist neuer Referent für "Handel und Kreativwirtschaft" an der Industrie- und Handelskammer. Seine Aufgabe ist es, die eher in den Großstädten angesiedelte Kultur- und Kreativwirtschaft auch auf dem flachen Land zu vernetzen. Deshalb verlegte er die Veranstaltung bewusst in das ZMS-Gebäude nach Schwandorf. "Kreativität und Innovation" habe der Architekt des Verwaltungsgebäudes bewiesen, als er es "in die Landschaft hinein modelliert hat", fand ZMS-Geschäftsleiter Franz Grabinger in seinem Grußwort. An dieser Stelle würden sich hochtechnisierte Wirtschaft und Kreativität tangieren.

Vorreiter und Entwickler

Für den IHK-Präsidenten Gerhard Witzany geht es in der Kultur- und Kreativwirtschaft nicht nur um Arbeitsplätze, sondern auch um die Attraktivität der Kommunen als Wohn- und Arbeitsort. Er bekräftigte die Meinung des US-Ökonomen Richard Florida, der sagte: "Kreative Köpfe einer Gesellschaft und die von ihnen ausgehenden Innovationen sind der Motor für das ökonomische Wachstum einer Region". Mit 28 Prozent sei die Quote der Selbständigen dabei außerordentlich hoch, so der IHK-Präsident. Sie würden als "Vorreiter und Entwickler neuartiger Methoden und Formen der Arbeitsgestaltung" gelten. Gerhard Witzany sieht in den "Künstlern die Innovationstreiber für andere Branchen", die einen erheblichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der bundesdeutschen Gesamtwirtschaft und zur Steigerung der Standortattraktivität leisteten.

Der Landkreis Schwandorf war mit den Wirtschaftsreferenten Rudolf Reger und Christian Meyer, die Stadt Schwandorf durch Oberbürgermeister Andreas Feller, die Wirtschaftsreferentin Maria Schuierer, Kulturamtsleiterin Susanne Lehnfeld und die Leiterin des Oberpfälzer Künstlerhauses, Andrea Lamest, vertreten.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.