Trockenheit macht Landwirten schwer zu schaffen - Zu wenig Mais und Heu: Tierhaltern geht ...
Missernte: Bauernverband schlägt Alarm

Landwirt Hans Sieß (rechts) zeigte dem BBV-Bezirksvorsitzenden Franz Kustner (links) seine Maisbestände entlang der B 15. Er rechnet mit Ernteeinbußen von "50 bis 70 Prozent". Bild: rid
Lokales
Schwandorf
11.08.2015
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Hans Sieß wird seinen Tierbestand reduzieren. Noch hat der Landwirt aus Klardorf genügend Futtervorräte für seine 55 Kühe. Auch wenn er bereits Stroh hinzu mischen muss. "Eine weitere Missernte könnten wir nicht verkraften", versicherte er den Vertretern des Bayerischen Bauernverbandes und der Politik, die sich gestern ein Bild vor Ort machten.

"Vor drei Jahren das Hochwasser und jetzt die Hitze". Hans Sieß deutet auf das Maisfeld entlang der B 15. Der sandige Boden ist trocken und bräuchte dringend Wasser. Die Bestände sind halb so hoch wie sonst, die Kolben nur zur Hälfte ausgewachsen. Noch schlimmer sieht es beim Gras aus. "Der zweite Schnitt war mager, der dritte ist komplett ausgefallen", klagt der Landwirt, der seinen Hof in der 13. Generation bewirtschaftet.

Die BBV-Kreisobmänner der Oberpfalz schlugen gestern Alarm. Beim Treffen mit Mandatsträgern der CSU forderten sie Unterstützung. Bezirksvorsitzender Franz Kustner plädiert für ein Sofortprogramm für die hitzegeschädigte Landwirtschaft vor, ähnlich der Hochwasserhilfe vor drei Jahren. Zur Missernte käme der Preisverfall, so Kustner. Der Liter Milch unter 30 Cent und "die schlechtesten Schweinepreise aller Zeiten", das mache den Bauern schwer zu schaffen. Vor allem den Tierhaltern, "denen das Futter ausgeht". Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier macht den Bauern Hoffnung: "Es ist noch Geld im Hochwasserfonds, das können wir zur Soforthilfe hernehmen".

Vor dem Termin hatten sich die CSU-Mandatsträger der Oberpfalz in der Gaststätte des Tierzuchtzentrums zum Gespräch mit Verbandsvertretern getroffen.
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