TWF: Bäume statt Asphalt

Von Begrünung ist auf den Parkplätzen des TWF-Geländes nichts zu sehen, stattdessen: Asphalt, so weit das Auge reicht. Das soll sich nun ändern. Der Planungsausschuss forderte, den geltenden Grünordnungsplan nun endlich weitgehend umzusetzen. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
02.12.2015
7
0

Der Parkplatz auf dem TWF-Gelände ist trostlos. Das soll sich ändern. Der Planungsausschuss pocht darauf, dass die geplanten Bäume gepflanzt werden.

Erst Fakten schaffen, dann genehmigen lassen: So wollte die ST-Bau offenbar aus der Verpflichtung entlassen werden, den Grünordnungsplan für das TWF-Gelände auch zu erfüllen. Der sah unter anderem je zehn Parkplätze einen Baum vor, das wären auf der Parkfläche über 40 Bäume. Stattdessen: Asphalt, so weit das Auge reicht. Auch Teile der Fassaden sollten mit Efeu begrünt werden, erläuterte Stephan Küster von der Stadtplanung am Montag dem Planungsausschuss. Nun beantragte der Bauherr eine weitgehende Befreiung von diesen Vorgaben.

Die Verwaltung wäre zu einem teilweisen Entgegenkommen bereit gewesen. Statt der Fassadenbegrünung mehr, und auf der Parkfläche weniger Bäume als geplant. Dafür sollten besonders zur Fabrikstraße hin mehr Stämme gepflanzt werden. Die CSU konnte sich damit zunächst anfreunden, wie Andreas Wopperer darlegte. Manfred Schüller (SPD) sah den Ersatz des Fassadengrüns auch als hinnehmbar an. Allerdings nicht den Verzicht auf die Bäume auf dem Parkplatz. Er befürchtete einen Präzedenzfall, wenn vom Bauherrn geschaffene Fakten nachträglich genehmigt würden. Dem pflichtete Marion Juniec Möller (Grüne/AuGe) bei. "Da wurde alles zubetoniert". Sie forderte wie Kurt Mieschala (UW), die Bepflanzung - wenn möglich - wie geplant umzusetzen. Stadtplanerin Sabine Pollinger sagte, die Verwaltung habe kein Problem damit, auf den Grünordnungsplan zu pochen. Lediglich vor dem Lidl-Markt sei dies technisch nicht möglich, dort befindet sich ein Versickerungs-Areal. Den Verzicht auf die Fassadenbegrünung trug der Ausschuss mit. Sie soll nun durch mehr gepflanzte Bäume ersetzt werden, vor allem entlang des nördlichen Randes des Geländes.

Auf Nachfrage von Ferdi Eraslan (FW) erläuterte Pollinger, dass es zum geplanten Kopfbau am Westrand des Geländes nichts Neues gebe. Hier sollte ein Ärztehaus entstehen. Noch gähnt hier eine Brachfläche, die seit geraumer Zeit als Abstellplatz für Baumaschinen dient.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dezember 2015 (2649)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.