Über die Kreisstadt nach Prag

Meinungsaustausch im Rathaus (von links): Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl, Oberbürgermeister Andreas Feller, MdB Marianne Schieder und SPD-Fraktionsvorsitzender MdL Franz Schindler. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
03.11.2014
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Das TWF soll besser an die Innenstadt angebunden werden. Das war ein Thema beim Besuch von Bundestagsabgeordneter Marianne Schieder und Landtagsabgeordnetem Franz Schindler (beide SPD) bei OB Andreas Feller (CSU). Auch Radwege und die Bahn waren Thema.

Über die Optik der "Schuhschachteln" lasse sich streiten, "aber wenigstens ist jetzt etwas dort". Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Franz Schindler gehe es nun darum, das TWF-Gelände an die Innenstadt anzubinden. "Das können wir aber erst planen, wenn die Bundesstraße abgestuft ist", betonte der Landtagsabgeordnete am Donnerstag beim Gespräch mit Oberbürgermeister Andreas Feller. Dann werde man auch die Gestaltung der Friedrich-Ebert-Straße angehen können.

Damals hätte die Stadt das Hutschenreuther-Gelände kaufen sollen, weiß Franz Schindler heute. Er erinnert sich aber daran, "wie die Besitzer den damaligen Oberbürgermeister Hans Kraus haben abblitzen lassen". Aus der Brache sei nun ein Gewerbegebiet geworden, "das offensichtlich gut angenommen wird". Das sieht auch Oberbürgermeister Andreas Feller so. Ihm gefällt vor allem die Straßenführung durch das Gelände. Wenn das Areal bepflanzt sei, werde es sich gut in die Stadt einbinden, ist Andreas Feller überzeugt.

An der Beseitigung der "Schandflecken und Leerstände" arbeite man. Im Rathaus seien zwei Mitarbeiter für die Wirtschaftsförderung zuständig, betonte der Oberbürgermeister. Zur Neugestaltung des Schmidt-Bräu-Areals fehle immer noch ein Investor. Dagegen werde sich an den ehemaligen Beer-Häusern in der Fronberger Straße in Kürze etwas tun.

Anlass für das Gespräch, an dem auch zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl teilnahm, war der Besuch der Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder. Sie sagte der Stadt ihre Unterstützung bei der Planung und beim Bau eines Radweges nach Krondorf zu. "Dass er kommen wird, steht außer Frage", betonte der Oberbürgermeister, "nur zu welchem Preis für die Stadt ". Über den bayerischen Weg der Energiewende ist Marianne Schieder mittlerweile "ratlos". Ihr werde Angst und Bange um den Industriestandort Bayern, wenn die Staatsregierung weiterhin diesen Zick-Zack-Kurs fahre. Jeder wisse doch, dass der Ausbau und die Ertüchtigung der Stromtrassen von Norden nach Süden erforderlich seien. Dezentrale Strukturen zur Stromversorgung hält Marianne Schieder zusätzlich für erforderlich.

Die SPD-Abgeordnete geht davon aus, dass die Elektrifizierung der Strecke von Schwandorf nach Hof zeitnah kommen werde. "Schwandorf muss Bahnknoten bleiben", betonte Marianne Schieder und sieht hier einen Schulterschluss mit den Kollegen der anderen Parteien. Die Züge von München und Nürnberg nach Prag müssten über Schwandorf rollen, so die einhellige Meinung der Mandatsträger in der Region.
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