Übergang erstaunlich schnell

Wir können Übergangsklassen auch während des Schuljahres bilden.
Lokales
Schwandorf
31.03.2015
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Momentan leben knapp 730 Asylbewerber in 13 Gemeinden im Landkreis. Nach Ostern dürften weitere kommen, teilte Annette Plank den Bürgermeistern bei einer Dienstversammlung mit. Die Gemeinschaftsunterkunft in Neunburg stehe bereit.

"Das Thema wird uns noch eine Weile beschäftigen", sagte Landrat Thomas Ebeling vor den Bürgermeistern, die am Donnerstag teilweise ihre Amtsleiter ins Landratsamt mitgebracht hatten. 592 Asylbewerber sind derzeit "dezentral" im Landkreis untergebracht, 114 in der Gemeinschaftsunterkunft Koppenlohe (Stadt Teublitz) und 23 in angemieteten Wohnungen. "Im März haben wir die 700er-Grenze überschritten," sagte die Leiterin des Amts für kommunale Angelegenheiten, Annette Plank. Sie erwartet, dass die Regierung nach Ostern weiter Asylbewerber in den Landkreis schickt. Auch die Gemeinschaftsunterkunft in Neunburg sei bereit. Die Betreuung der Asylbewerber werde von Ehrenamtlichen übernommen. Diese Situation werde sich so schnell nicht ändern. Im Juli wird das Sozialministerium einen Empfang für die Ehrenamtlichen geben, die von Kommunen gemeldet werden.

Bürgermeister Richard Tischler (Pfreimd) fragte nach, ob auch während des Schuljahres Klassen für Flüchtlingskinder gebildet werden können. Hintergrund: Auch in Pfreimd wird eine Unterkunft für Flüchtlinge entstehen. Schulamtsdirektor Georg Kick konnte zusagen: "Wir können Übergangsklassen auch während des Schuljahres bilden." Die Lehrer würden aus der mobilen Reserve rekrutiert. Laut Kick besuchen zwischen 120 und 130 Kinder die Übergangsklassen in Oberviechtach, Neunburg vorm Wald, Teublitz und Schwandorf. Die Zahlen schwanken, weil die Kinder in die Regelklassen wechseln, sobald sie dem Unterricht folgen können. Bei manchen Kindern klappe das schon nach einigen Wochen, sagte Kick. Landrat Ebeling lobte den Einsatz der Kommunen. Er gab zu bedenken, die Unterstützung nicht zu überziehen. Ein Vergleich mit Leistungen, die anderen Bedürftigen zustehen, sei vernünftig, sagte der Landrat.

Leichteres Thema: Heidi Schmid vom Gartenbauamt stellte den Bürgermeistern einen Wettbewerb zum Thema "Friedhöfe" vor. Eine Bewertungskommission wird Preise vergeben. Im Mittelpunkt sollen Ideen stehen, wie die Gestaltung von Urnengräbern gelöst werden kann.

Der "Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf" (ZTKS) steht kurz vor der Gründung. Aus den Kommunen und Abwasserzweckverbänden, die sich beteiligen wollen, sind noch entsprechende Beschlüsse notwendig, erläuterte Bürgermeister Alois Böhm (Schwarzach), der das Projekt federführend übernommen hat. Er legte eine Satzung vor, die mit der Regierung abgestimmt ist. Die Trocknungsanlage entsteht beim Müllkraftwerk. Die Restmengen sollen nach bisherigen Planungen im Zementwerk Burglengenfeld verbrannt werden. Der ZTKS verpflichtet sich, Rohstoffe aus dem Schlamm zurück zu gewinnen, sobald dies ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist. Interessant könnte dies zunächst für Phosphate werden.
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