Varroa richtig bekämpfen

Werner Zwillich (links), staatlicher Fachberater für Bienenzucht, informierte die Mitglieder des Imkervereins Schwandorf über die Behandlungsmethoden gegen die Varroamilbe. Auskunft gaben auch Vorsitzender Konrad Grauvogl (Mitte) und Zuchtwart des Vereins, Johann Kagerer. Bild: tgr
Lokales
Schwandorf
24.02.2015
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Für das Lebensmittel Honig gelten zahlreiche Regelungen und Verordnungen. Die Imker müssen sich immer wieder Weiterbildungen unterziehen. Dabei steht die Gesundheit der Bienen mit im Vordergrund.

Vorsitzender Konrad Grauvogl verwies im Bienenheim zunächst auf die Jahreshauptversammlung des Vereins am 15. März an gleicher Stelle. Danach zeigte der staatliche Fachberater für Bienenzucht, Werner Zwillich auf, was für die Gesundheit der Bienen wichtig sei. Bienen verfügten über viele Möglichkeiten, sich gesund zu erhalten, dennoch könnten sie auch krank werden.

Erhebliche Verluste

Neben den Erkennungsmerkmalen der verschiedenen Krankheiten, gab der Referent auch Hinweise zur Behandlung ohne Medikamente und mit alternativen Methoden, um die Qualität des Naturproduktes Honig nicht zu gefährden. Viele Imker müssten heuer mit einem erheblichen Verlust an Bienen und Völkern rechnen. Bis zu 40 Prozent könne er beim einzelnen Imker betragen, so Zwillich. Auch die Mitglieder des Imkervereins Schwandorf bestätigten, dass sie Verluste haben. Ein Grund ist die Varroamilbe, die mit die asiatischen Bienen nach Europa kam. Varroamilben befallen insbesondere die Bienenbrut und schädigen so die Bienen. Im Herbst und Winter kommt es immer wieder zu großen Ausfällen, wenn der Imker der Entwicklung der Varroamilbe nicht rechtzeitig Einhalt gebietet. Darum sei es wichtig, so der Referent, dass der Imker zum richtigen Zeitpunkt die entsprechenden zugelassenen Mittel dafür einsetze. Eingesetzt werden beim Imkerverein Mittel, die in ihrer natürlichen Substanz auch in der Natur oder in Lebensmittel vorkommen. So werden zur Bekämpfung der Milbe Ameisen-, Milch- und Oxalsäure empfohlen. Wichtig, so Zwillich, seien auch die Rahmenbedingungen bei der Bekämpfung. Sie müssten passen.

Als neue Mittel stellte Zwillich "Thymol" und "Mite Away Quick" Strips vor. Thymol sei ein Wirkstoff aus der Gruppe der ätherischen Öle und ein natürlicher Bestandteil des Thymianöl. Das Mittel zeige eine gute Wirkung gegen die Varroamilbe bei hoher Bienenverträglichkeit. "Mite Away Quick Strips" basiere auf Ameisensäure, die rund sieben Tage auf die Oberträger des unteren Brutraumes gelegt würden. Der Einsatz der Strips werde noch "kritisch" gesehen.

"Imkern auf Probe"

Zuchtwart Johann Kagerer verwies auf die Neuimkerwerbung des Vereins. Nach dem erfolgreichen Start vor drei Jahren biete der Imkerverein Schwandorf auch heuer einen Kurs "Imkern auf Probe" an. Interessierte, die sich der Freizeitimkerei widmen wollten, würden von erfahrenen Imkern über zwei Jahre betreut.

Start für die interessierten Neuimker ist am 7. März mit einer zentralen Auftaktveranstaltung des Kreisverbandes Schwandorf in Schwarzenfeld. Interessierte Imkeranfänger können sich bei Johann Kagerer (johann.kagerer@googlemail.com) oder Telefon 0176/84 09 18 25 anmelden.
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