Verband setzt sich mit Petition gegen Beitragssatzungen der Kommunen ein - Baubiologe referiert
Weniger Mitglieder bei den Siedlern

Baubiologe Reiner Bäumler zeigte den Mitgliedern der Siedlergemeinschaft, wie sie ihr Wohneigentum gegen Schimmelbefall schützen können. Bild: tgr
Lokales
Schwandorf
11.04.2015
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Weniger Mitglieder, steigende Beiträge an den Landesverband: Vorsitzender Bernhard Jobst hatte bei der Jahreshauptversammlung der Gemeinschaft Schwandorf-Dachelhofen des Verbandes Wohneigentum schlechte Nachrichten zu verbreiten. Im Gasthaus Filchner referierte Reiner Bäumler, Baubiologe vom Verband, über die Gefahr von Schimmelbildung in Wohnhäusern.

Vorsitzender Bernhard Jobst sagte, der Verband kämpfe derzeit für eine gerechtere Verteilung bei der Straßenausbaubeitragssatzung. Bis zu 90 Prozent der Kosten wälzen Kommunen auf die Anlieger ab. Viele, insbesondere ältere Hausbesitzer, könnten den Anteil nicht mehr stemmen. Mit einer Petition, die noch bis Ende April läuft, können sich Grundstücksbesitzer gegen das Vorgehen der Kommunen einsetzen. Sie läuft im Internet unter der Adresse www.openpetition.de . Als gewöhnungsbedürftig bezeichnete Jobst den Auftritt der Zeitschrift des Verbandes. Auch wenn schon einige Verbesserungen vorgenommen wurden, sei er sich noch nicht ganz zufrieden.

Das Guthaben der 240 Mitglieder zählenden Gemeinschaft habe in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen. Ab 2016 erhöhe der Landesverband den Beitrag je Mitglied pro Jahr um 2,40 Euro. Grund für die Erhöhung seien gestiegene Kosten für die Versicherungen und die Zeitung "Familienheim und Garten". Für das Jahr 2016 wird sei eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags unumgänglich, so der Vorsitzende.

Der Geräteverleih, den die Gemeinschaft anbietet, werde seltener genutzt. Dabei sei der Gerätepark sehr gut ausgestattet,sagte Jobst. Die Anlaufprobleme beim SEPA-Abbuchungsverfahren sind überwunden.

In seinem Referat nannte der Baubiologe Reiner Bäumler mehrere Gründe für Schimmelpilzbefall in Wohnungen. Der Gebäudebestand kann beeinträchtigt werden durch Wasser von "oben", in Form von Niederschlag, aber auch durch Wasser von "unten" wie Erdfeuchte, Wasserschäden, Kondensationsfeuchte durch Wärmebrücken oder auch durch Nutzerfehlverhalten. Eine Reduzierung der Feuchtigkeit lasse sich nur durch regelmäßiges Stoßlüften von mindestens zehn Minuten am Tag erreichen. Eine Kippstellung der Fenster sei zu vermeiden, so der Baubiologe, weil dadurch die Außenwände auskühlen. Auf gleichmäßiges Heizen sei zu achten. Schäden durch Schimmelpilze müssen saniert werden, so Bäumler. Schimmelpilzmittel brächten keinen nachhaltigen Erfolg.
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