Verkehrsausschuss beschließt sie für Einmündungsbereiche an der Wackersdorfer Straße - ...
Nun doch Ampellösung am neuralgischen Punkt

Lokales
Schwandorf
05.12.2014
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Es sei zwar in den letzten zehn Jahren nichts Ernsthaftes passiert an dieser Stelle, erklärte Polizeihauptkommissar Jürgen Wagner am Mittwoch den Mitgliedern des Verkehrsausschusses. Doch ein ungutes Gefühl bleibe, "wenn die Realschüler vor und nach dem Unterricht die vielbefahrene Wackersdorfer Straße einfach überqueren und die Autofahrer zum Anhalten zwingen". Jetzt will die Stadt an diesem neuralgischen Punkt die Verkehrsabläufe steuern und 80 000 Euro in eine "große Ampellösung" investieren.

Ordnungsamtsleiter Stefan Schamberger stellte das Konzept vor. Wer mit seinem Fahrzeug von der Senefelder Straße oder von der Sandstraße in die Wackersdorfer Straße einbiegen möchte, muss zunächst an der Ampel warten und bekommt nach einer gewissen Zeit grünes Licht. Eine in die Fahrbahn eingearbeitete Induktionsschleife leitet den Impuls weiter. Dann schalten die Ampeln in der Wackersdorfer Straße auf "Rot". Nähert sich kein Fahrzeug von der Seite, bleiben diese Ampeln dauerhaft auf "Grün". Es sei denn, ein Fußgänger möchte die Fahrbahn überqueren. Wenn er den Knopf der Ampel gedrückt hat, bekommt er nach spätestens 63 Sekunden das grüne Signal. "Aber werden die Jugendliche vor und nach der Schule diese Geduld aufbringen und so lange warten?" Dazu gab es in der Sitzung doch einige Zweifel. Auch Oberbürgermeister Andreas Feller rechnet mit einer "erzieherischen Herausforderung" und sieht die Lehrer gefordert.

Kein Rückstau

Die Stadt hatte im Vorfeld einen Sachverständigen mit der Untersuchung beauftragt. Der Experte kam zu dem Schluss, dass die Ampellösung keinen Rückstau in der Wackersdorfer Straße auslösen werde, denn spätestens 80 Sekunden nach einem Schaltvorgang sei die Kreuzung wieder geräumt.

Weil sich am Ende nicht nur die Ausschussmitglieder, sondern auch die anwesenden Vertreter der Polizei und des ADAC für "die große Ampellösung" aussprachen, soll sie nun möglichst zeitnah realisiert werden. Das bedeutet: Bereitstellen der Mittel im Haushalt 2015 und Umsetzung der Maßnahme 2016. Mit dieser Entscheidung war gleichzeitig auch der Antrag der ÖDP auf Installierung einer Fußgängerampel an der Wackersdorfer Straße/Einmündung Senefelder Straße hinfällig geworden. Die jüngste Verkehrszählung hat ergeben, dass sich zwischen 7 und 8 Uhr früh täglich 400 Fahrzeuge stadtein- und 300 stadtauswärts bewegen. Im gleichen Zeitraum überqueren 300 Fußgänger im Kreuzungsbereich Wackersdorfer-/Senefelder Straße die Fahrbahn. Ohne jegliche Querungshilfe. Während die Schüler "die Vorfahrt einfach erzwingen", wie es Ordnungsamtsleiter Stefan Schamberger formulierte, müssten vor allem ältere Menschen "endlos lange warten". Davon berichtete auch ein Anwohner der Wackersdorfer Straße, dem der Oberbürgermeister bei der Ausschusssitzung Rederecht erteilte. Wer die Wackersdorfer Straße sicher überqueren wolle, habe nur am Wendelinplatz oder am Friedhof eine Möglichkeit.
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