Verlegung Richtung Pfarrkirche nicht möglich
Buden bleiben auf der Insel

Der Weihnachtsmarkt wird auch künftig auf dem Unteren Markt ausgerichtet. Eine Verlegung Richtung Jakobskirche kommt vor allem aus Sicherheitsgründen nicht infrage. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
23.04.2015
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Der Weihnachtsmarkt auf dem Oberen Marktplatz bleibt ein unerfüllbarer Wunsch. Ein ganzes Paket von Problemen verhindert, das Advents-Event Richtung Pfarrkirche hin zu verlegen.

Die Forderung kommt immer wieder auf den Tisch: Wäre der Weihnachtsmarkt nicht am Oberen Marktplatz besser aufgehoben? Dort hat er vor Jahrzehnten seine Premiere erlebt. Der Kulturausschuss hatte im Februar um eine Überprüfung gebeten, zumal für den Markt in diesem Jahr über ein "Interessenbekundungsverfahren" ein Betreiber gesucht wird. Der Vertrag mit der "Stadtmaus" ist ausgelaufen. Der Bauausschuss musste konstatieren: Die Verlegung funktioniert nicht.

Die Hauptgründe legte Oberbürgermeister Andreas Feller anhand einer Planzeichnung dar. Der neue, fein gepflasterte Weg über den Oberen Markt wäre Haupt- und Rettungsweg zugleich, mit 3,50 Meter Breite aber an der unteren Grenze. Der OB erinnerte an den Schwelbrand in einem Gebäude am Oberen Marktplatz im vergangenen Jahr. "Da war alles rot vor Feuerwehr". Die Sicherheit müsse gewährleistet sein. Außerdem: Es fänden nur acht Buden Platz, bisher sind es etwa 20. Außerdem fehlt am oberen Markt Infrastruktur wie Strom- und Wasseranschlüsse. Und: Die Fieranten könnten ihre Buden nicht, wie auf der Insel am Unteren Marktplatz, von der Rückseite her beliefern. Weiterer Schwachpunkt: Durch die Neigung des Platzes müssten die Hütten auf Podeste gestellt werden, die der Bauhof zu bauen hätte. Das würde natürlich Kosten verursachen

CSU-Ausschusssprecher Franz Radlinger wollte es ganz genau wissen und war vor der Sitzung "mit dem Meterstab und der Wasserwaage" unterwegs. Zu seinem Bedauern musste er die Einwände bestätigen. "Leider bleibt die Verlegung ein Wunsch, den wir nicht erfüllen können," sagte er, "damit müssen wir uns leider abfinden." Vor allem wegen des Ambientes und der Parkplatzsituation hätte seine Fraktion den Markt gerne verlegt.

Auch Alfred Braun und die SPD wären einer Verlegung nicht abgeneigt gewesen, stimmten aber zu, dass zu viele Gründe dagegen sprechen. "Das Gelände ist ungeeignet, auch das Equipment fehlt", sagte Braun. Ferdi Eraslan (FW) pflichtete bei. Alfred Damm (ÖDP) meinte, er sehe es "völlig emotionslos", wo der Markt stattfinde . Viel wichtiger sei es, dass er an Attraktivität gewinnt. "Dann ist der Standort zweitrangig", sagte Damm.
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