Verschiedene Paar Stiefel

Lokales
Schwandorf
22.08.2015
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Mindestlohn-Beschäftigte im Kreis Schwandorf sollen nicht in die Urlaubsgeld-Falle tappen: Wer 8,50 Euro in der Stunde verdient und Urlaubsgeld bekommt, bei dem darf dieses nicht mit dem Lohn verrechnet werden. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hin. Die NGG Oberpfalz bezieht sich dabei auf ein aktuelles Arbeitsgerichts-Urteil. Dieses stellt klar: Eine jährliche Sonderzahlung wie das Urlaubs- oder Weihnachtsgeld darf von den Arbeitgebern nicht vom gesetzlichen Mindestlohn abgezogen werden.

"Damit wird den Chefs ein Strich durch die Rechnung gemacht, die den Lohn von 8,50 Euro pro Stunde umgehen wollen", erklärte Rainer Reißfelder von der NGG Oberpfalz in einer Pressemitteilung. Die gesetzliche Lohn-Untergrenze gelte uneingeschränkt und könne nicht durch die Hintertür ausgehebelt werden, stellte jetzt der NGG-Geschäftsführer klar.

Der Mindestlohn sei das "unmittelbare Entgelt" für die geleistete Arbeit. Er dürfe unter keinen Umständen mit anderen Leistungen verrechnet werden, so ein Urteil des Arbeitsgerichts Berlin (Az. 54 Ca 14 420 /14). "Weniger als 8,50 Euro zahlen, nur weil es jetzt ein zusätzliches Urlaubsgeld gibt - das geht gar nicht", so Reißfelder. Betroffenen im Kreis Schwandorf rät die NGG, sich an die Rechtsberatung ihrer Gewerkschaft zu wenden.
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