Visitenkarte für Hilfsbereite

Die Ehrenamtskarten sind Zeichen des Dankes an engagierte Bürger. Sie bieten Vergünstigungen bei Theater- und Museumsbesuchen, aber auch beim Kauf von Kleidung, Lebensmitteln oder Heimwerkerartikeln. Repro: Götz
Lokales
Schwandorf
05.12.2015
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1482 Landkreisbürger haben sie schon, die bayerische Ehrenamtskarte in Blau oder Gold. Der Kreis der freiwilligen Helfer ist in Wirklichkeit aber deutlich größer. Das Landratsamt wartet auf weitere Vorschläge.

Vorige Woche wurde die 100 000. Ehrenamtskarte in Bayern im Münchner Hofbräuhaus feierlich übergeben. Knapp 1500 dieser Auszeichnungen sind nach Angaben von Hans Prechtl, Sprecher des Landratsamtes, bisher im Landkreis Schwandorf ausgegeben worden. 853 Bürger erhielten die Ehrenamtskarte in Blau und 629 in Gold. Der Unterschied liegt nicht nur in der Farbe, sondern auch in der Geltungsdauer: "Die blaue ist auf drei Jahre befristet, die goldene gilt unbefristet", erklärt Prechtl. Natürlich kann die dreijährige, wenn der Betreffende erneut vorgeschlagen wird, verlängert werden.

Die Träger der goldenen Ehrenamtskarte sind überwiegend Aktive der Feuerwehren und damit hauptsächlich Männer. Jeder der 25 Jahre oder 40 Jahre aktiv Dienst tut, erhält mit dem Feuerwehrehrenzeichen die goldene Ehrenamtskarte. Aktive Frauen bei der Feuerwehr gibt es zwar immer mehr, aber noch nicht solange, dass sie bereits in diese Ehrungskategorien vorgedrungen sind. Wem das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten verliehen wird, der erhält die goldene Ehrenamtskarte dazu.

Bei den 629 Besitzern der Ehrenamtskarte in Blau halten sich Prechtl zufolge Männer und Frauen in etwa die Waage. Sie kommen aus allen Bereichen bürgerschaftlichen Engagements, von Hilfseinrichtungen oder kirchlichen Verbänden genauso wie von Sportvereinen. "Es ist immer davon abhängig, wer vorgeschlagen wird." Die meisten Karten wurden bisher in der Stadt Schwandorf, dem Städtedreieck und Neunburg vorm Wald, in die bevölkerungsreichsten Kommunen des Landkreises, vergeben.

Prechtl weiß, dass die Karten nicht das Engagement 1:1 abbilden, sondern dieses weitaus höher liegt. Er ruft durchaus zu Vorschlägen auf. Gleichzeitig ist ihm auch bekannt: Manche wollen nicht im Mittelpunkt stehen und ihre Leistungen nicht in den Vordergrund rücken, weil sie für sie selbstverständlich sind.

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