Vom Konzil zur Kirchenweihe

Diözesanbischof Rudolf Voderholzer zelebrierte gemeinsam mit Günter Peinkofer (rechts) und Hans Prey (links) den Festgottesdienst "50 Jahre Kirche St. Paul". Bild: rid
Lokales
Schwandorf
23.11.2014
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Der damalige Regensburger Weihbischof Joseph Hiltl, ein gebürtiger Schwandorfer, weihte am 22. November 1964 die neue Kirche auf dem Weinberg und widmete sie dem heiligen Apostel Paulus. Am Sonntag wurde dieses Ereignis groß gefeiert.

Diözesanbischof Rudolf Voderholzer erinnerte bei der 50-Jahr-Feier gestern in der Kirche St. Paul an dieses Ereignis und erzählte den Gläubigen die näheren Umstände. Weihbischof Hiltl hatte am Tag zuvor noch an der Schlusssitzung des Konzils in Rom teilgenommen und war direkt aus Rom angereist, um das Gotteshaus nach dem Ritus der römisch-katholischen Kirche feierlich zu weihen.

"Die Kirche ist ein sichtbares Zeichen der Nähe Gottes", sagte Pfarradministrator Günter Peinkofer in seiner Begrüßung. Er freute sich über den zweiten Besuch eines Oberhirten in der Pfarrei St. Paul. Zum 25-jährigen Jubiläum war der damalige Diözesanbischof Manfred Müller nach Schwandorf gekommen. Nicht immer sei die Kirche so gut besetzt wie an diesem Dreikönigssonntag, stellte der Geistliche fest. Sein Wunsch: "Möge das Jubiläum den Glauben in der Pfarrei wieder lebendiger machen".

"Das hör ich gerne"

Mit den Konzelebranten Günter Peinkofer und Hans Prey zog Bischof Rudolf Voderholzer durch ein Spalier von Gläubigen in die Kirche ein. Am Portal begrüßten ihn die Mädchen und Buben mit netten Versen und Komplimenten. "Das hör ich gerne", schmunzelte der hohe Würdenträger und segnete jedes einzelne Kind.

Gemeinsam mit den Abordnungen der religiösen Verbände und den Ministranten betrat Bischof Voderholzer das Gotteshaus und feierte mit den Gläubigen den Festgottesdienst, den der Kirchenchor unter der Leitung von Marlene Scharf musikalisch begleitete. Nach dem Gottesdienst hatten die Gläubigen im Pfarrheim die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit dem Bischof. Auch beim gemeinsamen Mittagessen in der Schwefelquelle bot sich die Möglichkeit, mit dem Oberhirten Kontakt aufzunehmen. Bischof Rudolf Voderholzer nahm sich auch Zeit zur Besichtigung der Ausstellung "50 Jahre Kirche St. Paul", die im Eingangsbereich des Gotteshauses zu sehen ist.

Zur Pfarrkirche erhoben

1956 kaufte der damalige Schwandorfer Stadtpfarrer Alois Wild ein Grundstück auf dem Weinberg für den Bau einer neuen Kirche, für die am 13. Oktober 1963 die Grundsteinlegung erfolgte. Ein Jahr später segnete Geistlicher Rat Georg Güntner zunächst die fünf Glocken der Kirche, ehe dann am 22. November 1964 die Konsekration des Gotteshauses durch Weihbischof Josef Hiltl erfolgte.

Ein halbes Jahr später erhob die Diözese das Gotteshaus zur Pfarrkirche und berief den damaligen Kaplan von St. Jakob, Matthias Dierig, zum ersten Pfarrer.
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