Vom Wattwurm zum Seehund

Die in Eimern gesammelten, natürlichen Bewohner des Watts faszinierten die Schülerinnen. Bild: hfz/Irmgard Bink
Lokales
Schwandorf
10.06.2015
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Wind, Wasser, Wellen, Watt: Naturgewalten der Nordseeinsel Sylt beeindruckten Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Josef. Da durfte die Miesmuschel und die Seealge nicht fehlen. Das Weltnaturerbe wird in Erinnerung bleiben.

"What's up im Watt?" - dieser Frage gingen die "Seepferdchen" der sechsten Klassen in angesagten Gummistiefeln bei der Wanderung auf den Lister Wattenmeer- Grund. Laut Bericht tummelten sich neben Strandkrabbe, Wattwurm, Miesmuschel und Auster auch die grüne Seealge im Watt, von der die Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Josef vor Ort kosten durften. Eine Woche lang erkundeten sie auf der Nordseeinsel Sylt das Weltnaturerbe Wattenmeer, das sich von der niederländischen über die deutsche bis zur dänischen Wattenmeerküste erstreckt. Wo die stürmische Nordsee und die Insel, die vor etwa 1000 Jahren noch Teil des Festlands war, miteinander ringen, spürten die jungen Festlandbewohnerinnen der Klassen 6a/b/c im Erlebniszentrum Naturgewalten Sylt interaktiv den unentwegten Kräften von Wind, Wasser und Wellen sowie der Tiden nach. Bei der Kutterfahrt konnten Seestern, Schwertmuschel, Krebse und allerlei Seetiere hautnah bestaunt sowie auf Sandbänken die Seehundpopulation bewundert werden.

Eine Woche inhaliert

Das Eiland nahe Dänemark präsentierte sich im typischen See- und Reizklima. Würzig die Seeluft, sehr steif die Brise, kühl die Temperaturen. Gesund allemal - trotz einiger Schniefnasen und Nebenhöhlenkatarrhe, zum Teil wohl importiert aus dem mitteleuropäischen Festland. Da bot sich die einwöchige Kur des Inhalierens kostenfreier Meeresluft geradezu an. Reif für die Insel: Dieses "Prädikat" erwarben die Schülerinnen bei der Vogelführung. Dass Schafe auf der Insel Vorfahrt haben, bewiesen diese standhaft nicht nur beim nachmittäglichen Mahl auf dem Jugendherbergsgelände, sondern auch bei der Inselrundfahrt, wo sie gemächlich den Weg kreuzten. Das Fazit der Schülerinnen fiel durchwegs positiv aus. Der Dank galt Schulleiterin Marlies Hoffmann, Bio-Lehrer Johannes Breyer, Kunstlehrer Thomas Tezzele und Klassenlehrerin Irmgard Bink. Die pädagogische Betreuung erfolgte durch Angela Hermer und Michaela Willeke, MINT-technisch und sportlich "getrimmt" wurden die Mädchen von Stefanie Walbrun und Corinna Gärtner.
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