Vor 70 Jahren: Bombenangriff auf Schwandorf - Gedenkfeiern, Ausstellung und Vorträge
Als die Stadt in Schutt und Asche fiel

Stadtarchivar Josef Fischer bereitet zum Gedenken an die Bombennacht eine Bilderausstellung im Rathaus vor. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
01.04.2015
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Es ist jetzt 70 Jahre her, dass die Bomben der alliierten Streitkräfte die Stadt in Schutt und Asche legten. 1250 Bewohner kamen ums Leben, weite Teile der Stadt wurden zerstört. In Ausstellungen, Vorträgen und Gedenkfeiern will die Stadt an die schrecklichen Ereignisse des 17. April 1945 erinnern.

"Wir wollen den Opfern ein würdiges Gedenken bewahren und die Aufbauleistung der Nachkriegsgeneration würdigen", betonte Oberbürgermeister Andreas Feller bei der Programmvorstellung. Das Museum, die Bibliothek und das Stadtarchiv bereiten Ausstellungen mit historischen Bild- und Filmaufnahmen vor. Die Felsenkeller dienten einst als Luftschutzbunker, werden die Teilnehmer bei einem Rundgang erfahren. Im Tourismusbüro sind zwei Publikationen erhältlich, die sich mit der "Bombennacht" befassen: "Das Finale des Zweiten Weltkrieges in Schwandorf" von Dr. Georg Klitta und der "Oberpfälzer Heimatspiegel" mit einem Beitrag von Hans-Peter Weiß. In einer ökumenischen Andacht gedenken die Bürger von Schwandorf am 16. April um 18 Uhr am Ehrenmal in der Fichtlanlage an der Wackersdorfer Straße der Opfer. Oberbürgermeister Andreas Feller hält die Ansprache, die Geistlichen Hans Amann und Arne Langbein gestalten den religiösen Teil. Das Bläserensemble der Stadt begleitet die Gedenkfeier musikalisch.

Am 17. April findet um 8 Uhr ein Gottesdienst in der Kreuzbergkirche statt, die damals ebenfalls zerstört wurde. Um 16 Uhr hält der pensionierte Studiendirektor Erich Zweck im Kulturkeller an der Fronberger Straße einen Vortrag mit dem Titel: "Luftschutz, Bombennacht und Felsenkeller".

Am 18. April um 18.30 Uhr spricht Professor Dr. Dietmar Süß von der Universität Augsburg in der Stadtbibliothek. Sein Thema: "Luftkrieg und deutsche Gesellschaft - Geschichte und Erinnerung".
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