Vorsicht bei Medikamentenmix

Heike Übler, stellvertretend für Aponetz, AOK-Beratungsapothekerin Dr. Cornelia Hahn-Graßhoff, AOK-Direktor Wolfgang Händlmeyer und Christian Bauer, stellvertretend für die Apotheken im Landkreis (von links), werben für die Kampagne. Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
30.05.2015
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Arzeimittel helfen, aber nicht immer. Vor allem dann nicht, wenn es zu Wechselwirkungen kommt. Apotheken und AOK stoßen eine Kampagne an.

"Arzneimittel sicher einnehmen: Machen Sie mit!" Unter diesem Motto startet die Direktion der AOK Amberg zusammen mit Apotheken im Landkreis Schwandorf ab Montag,1. Juni, ein neues Projekt. Bis 3 1. Juli sind alle Interessierten einer Pressemitteilung zufolge aufgerufen, ihre täglich eingenommenen Medikamente auf Neben- und Wechselwirkungen prüfen zu lassen.

Sensibilisieren

"Wir wollen mit unserer Aktion die Bevölkerung sensibilisieren, verantwortungsvoll mit den täglich eingenommenen Präparaten umzugehen", erklärt AOK-Direktor Wolfgang Händlmeyer in der Presskonferenz zum Start des Projektes. "Besonders die Kombinationen von ärztlich verordneten Arzneimitteln und frei käuflichen Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln stellt ein Risiko dar, dessen sich viele Menschen nicht bewusst sind. Oftmals weiß selbst der behandelnde Arzt nichts von eventuellen Selbstmedikationen", so Händlmeyer weiter.

Bis zu 300 000 Mal pro Jahr treten Nebenwirkungen bei der Einnahme von Medikamenten auf. In 5000 bis zu 25 000 Fällen (sehr hohe Dunkelziffer) führt dies zum Tod. Dabei könnte dies in bis zu 40 Prozent der Fälle vermieden werden. Im Juni und Juli haben alle Bürger die Möglichkeit, in den teilnehmenden 21 Apotheken bei einem Arzneimittelcheck mit zu machen. Dabei nehmen sich die Fachleute in den Apotheken Zeit, die mitgebrachten Medikamente durchzusehen und auf eventuelle Risiken zu prüfen.

Nichts verschweigen

Wichtig ist, dass alles angegeben, was täglich eingenommen wird. Hierzu ist in der ausliegenden Aktionsbroschüre eine Medikamentenliste enthalten, in der alle Arznei-, aber auch Nahrungsergänzungsmittel eingetragen werden können. Gemeinsam mit dem Kunden besprechen die Apotheker die Medikation. Die AOK hat hierfür eine Aktionsbroschüre aufgelegt, in der alle teilnehmenden Apotheken aufgeführt sind. Diese ist in den Apotheken oder bei allen AOK-Geschäftsstellen im Landkreis erhältlich. Die Aktion wird auch mit Plakaten beworben. Die Ergebnisse werden anonym, ausgewertet. So wird sichergestellt, dass keinerlei Rückschluss gezogen werden kann.
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