"Wachsam sein" bei Rechten

Bündnis-Sprecher Frank Möller (rechts) diskutierte mit den Mitgliedern des Forums die Flüchtlingsproblematik in Schwandorf. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
21.11.2015
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Vor sechs Jahren gründete sich das "Schwandorfer Bündnis gegen Rechtsextremismus" als lose Gruppe mit Vertretern von Kirchen, Verbänden und Parteien. Ziel des überparteilichen und interreligiösen Netzwerkes ist es, rechtsextreme Strömungen in der Stadt zu erkennen und begegnen.

Am Donnerstag trafen sich Mitglieder der Plattform im evangelischen Gemeindezentrum, um die Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Brandanschlages auf das "Habermeier-Haus" am 17. Dezember 1988 vorzubereiten. Bündnis-Sprecher Frank Möller gehört zur Helfergruppe an der Asyl-Gemeinschaftsunterkunft in Dachelhofen und stellte fest: "Es gab bislang keinerlei Probleme". Er kann nicht verstehen, "wenn in der Bevölkerung Ängste geschürt werden". Vorbehalte kämen vor allem von jenen Leuten, "die noch nie Kontakt mit Flüchtlingen hatten". Erfreulich sei das gute Einvernehmen der Zuwanderer mit den Nachbarn in der Umgebung des Gemeinschaftshauses.

Nach dem Verbot der rechtsextremen Gruppierung "Freies Netz Süd" gründete sich die Partei "Der Dritte Weg". Im Juli marschierten spontan deren Anhänger in Dachelhofen auf. Innerhalb weniger Stunden organisierte das Bündnis eine Gegendemo und zeigte Flagge, wie Sprecher Möller betonte. Auch bei der jüngsten Bürgerversammlung verteilte die rechte Gruppierung vor der Oberpfalzhalle Flugblätter. "Wir müssen diese Leute beobachten und wachsam sein", sagte Möller.
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