Waldbrand geht glimpflich aus

Dank des Großeinsatzes und des Wassers aus vielen Rohren war der Waldbrand schnell gelöscht. Um auch den letzten Glutnestern den Garaus zu machen und die Umgebung einzunässen, blieben die Einsatzkräfte noch längere Zeit am Brandort aktiv. Bild: Held
Lokales
Schwandorf
10.08.2015
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Es war im übertragenen Sinne 5 vor 12, als am späten Freitagabend ein Waldbrand bei Bubach gemeldet wurde. Feuerwehren sowie Landwirte rückten unverzüglich zu einem Großeinsatz aus, um der hochbrisanten Lage schnell Herr zu werden. Als die Zeiger der Uhr auf 5 vor 12 standen war das Feuer Gott sei dank schon aus.

Aufmerksamen Anwohnern ist es zu verdanken, dass der Brand nach Polizeiangaben auf 200 Quadratmeter beschränkt blieb. Die Bubacher hatten von ihrem Balkon aus in westlicher Richtung einen Feuerschein bemerkt. Sie alarmierten gegen 22.45 Uhr die Integrierte Rettungsleitstelle in Amberg. Diese löste wegen der extremen Hitze und Trockenheit - gegen Mitternacht zeigte das Thermometer noch deutlich über 20 Grad an - Großalarm aus.

14 Feuerwehren mit 100 Personen wurden zum Brandort an der Kreisstraße SAD 2 zwischen dem Schwandorfer Stadtteil Bubach und Pistlwies beordert. Zahlreiche Landwirte füllten sofort nach dem Sirenengeheul ihre Güllefässer und brachten Löschwasser an den Brandherd. "Sie kommen automatisch", sagte die Einsatzleiterin Theresa Graf von der Feuerwehr Bubach vor Ort. "Das ist wichtig, denn ohne Landwirte wäre der Nachschub nur schwer zu bewerkstelligen." Zu einem 16 000 Liter Fass wurde auch sofort eine Schlauchverbindung gelegt. Die Flammen hatten die Feuerwehrleute, unter anderem aus Bubach, Klardorf, Schwandorf, Teublitz, Büchelkühn Pilsheim und Büchheim, schnell gelöscht, bevor sie sich in dem ausgedehnten Wald großflächiger Ausbreiten konnten.

Die Windstille erleichterte die Arbeit der Einsatzkräfte. Zur Sicherheit und um ein Entzünden kleiner Glutnester - zum Beispiel erst unter der Sonneneinstrahlung am Samstagvormittag - zu verhindern, nässten Feuerwehrleute die Brandstelle sowie die Bäume und Büsche der Umgebung kräftig ein. Auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera suchte das Waldstück ab und gab Entwarnung.

Die Brandursache ist nach Polizeiangaben unklar. Sie wird sich auch nicht klären lassen, hieß es auf Nachfrage am Sonntag bei der PI Schwandorf. Es genüge eine Glasscherbe oder ein trockenes Grasbüschel, das sich selbst entzünde, um bei dieser Hitze Feuer zu fangen. "Wir sind froh, dass es so gut ausgegangen ist."
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