Warum nicht Schwandorf?

In diesem Gebäude in Wackersdorf ist nun das Staatliche Schulamt untergebracht. Im Stadtrat löste der Umzug in die Nachbargemeinde Befremden aus. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
17.06.2015
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Die Verärgerung sitzt tief. Die Nachbarkommune hat nun das Schulamt, Schwandorf wurde nicht gefragt. Im Stadtrat tauchte nun die Frage nach dem Standort des Landesjugendamtes auf. Da gibt es eine klare Erwartungshaltung.

"Höchst unerfreulich" nennt Franz Schindler den Umzug des Staatlichen Schulamtes nach Wackersdorf. "Hat der Landkreis bei der Stadt nachgefragt?" wollte der SPD-Fraktionsvorsitzende bei der Stadtratssitzung am Montag wissen. "Nein", bedauerte Oberbürgermeister Andres Feller. Er teilte die Meinung von Franz Schindler: "Das Schulamt hätte weiterhin in die Große Kreisstadt gehört".

Keine Anfrage

Über 40 Jahre lang war die Schulaufsichtsbehörde im Untergeschoss des Landratsamtes untergebracht. Jetzt meldete der Landkreis Eigenbedarf an und suchte für das Schulamt nach Räumen außerhalb. Aber nicht in der Stadt. Zumindest ging im Rathaus keine Anfrage ein.

Das stößt auch dem Oberbürgermeister sauer auf. Er hat deshalb nachgefragt und will die Umstände wissen. Auf eine Antwort wartet er noch. Und wie sieht es mit der Außenstelle des Landesjugendamtes aus? "Kommt sie vielleicht nach Trabitz?" fragte Franz Schindler provozierend. "Nein", meinte der Oberbürgermeister, "ich gehe davon aus, dass sie nach Schwandorf kommt". Bekanntlich will der Freistaat die neue Außenstelle mit 20 Mitarbeitern besetzen.

Der Stadtrat legte die Grundstückspreise für neues Bauland fest. Die Parzellen im Baugebiet "Vogelherd" kosten 95 Euro pro Quadratmeter, die im Gebiet "Alte Schule" in Büchelkühn 75 Euro, jeweils ohne Erschließung. Stadtrat Alfred Damm war mit seinem Antrag, den Preis in Büchelkühn um zehn Euro zu verringern, nicht durchgekommen. "Wir haben keinerlei Probleme beim Verkauf der Grundstücke", war von der Verwaltung zu hören.

Die Satzungsänderung für die städtischen Friedhöfe wurde mit 14:11-Stimmen zurückgestellt. Für SPD-Stadträtin Sandra Gierl waren die einzelnen Punkte nicht eindeutig genug formuliert, für ihren Kollegen Franz Schindler die Kosten zu hoch. CSU-Fraktionsvorsitzender Andreas Wopperer und UW-Sprecher Kurt Mieschala signalisierten dagegen Zustimmung, drangen aber nicht durch. Nun soll der Entwurf überarbeitet und neu behandelt werden.
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