Wassermenge bleibt Reizthema

Die Mitglieder des Kanu-Clubs schlagen die Absenkung der Wasserrutsche am Schuierer-Wehr vor, um damit die Durchflussmenge zu erhöhen. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
30.04.2015
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Die Naab stand zwar nicht auf der Tagesordnung der Hauptausschuss-Sitzung am Mittwoch im Rathaus, geriet dann aber doch in den Fokus der Aussprache. Der Kanu-Club befürchtet einen weiteren Rückgang der Durchflussmenge am Schuierer-Wehr - aus einem bekannten Grund.

Der Wasserfluss bei Fronberg ist längst zu einem Dauerthema geworden. Der Betreiber eines Kraftwerks am Fronberger Eisenwerk will nun ein weiteres am Holler-Wehr errichten und der Naab damit zusätzlich Wasser entnehmen. Der Vorstand des Kanu-Clubs befürchtet deshalb einen Durchflussmangel am Schuierer-Wehr und schlägt deshalb die Absenkung der dortigen Wasserrutsche vor. Stadtrat Kurt Mieschala machte sich zum Sprecher des Vereins. "Wir werden das prüfen lassen", versprach Oberbürgermeister Andreas Feller. Grundsätzlich merkte er zu diesem Thema an: "Das Wasserwirtschaftsamt hat an keiner Stelle unkorrektes Verhalten festgestellt".

"Wird die Asylbewerberunterkunft in Dachelhofen einen Betreuer erhalten?" wollte Stadtrat Alfred Damm wissen. OB Andreas Feller klärte auf: "Es gibt ab 75 Bewohner eine halbe Stelle". Davon sei man an Dachelhofen aber weit entfernt. Im Übrigen kündigte der Oberbürgermeister im Juni eine Stadtteil-Bürgerversammlung zu diesem Thema an. Dem Wunsch der Stadt nach einem Aufenthaltsraum für die Flüchtlinge im ehemaligen Gemeinschaftshaus wolle der Betreiber nachkommen, so die aktuelle Information aus dem Rathaus. Einstimmig verabschiedeten die Mitglieder des Hauptausschusses eine Resolution zu den internationalen Handels- und Dienstleistungsabkommen TTIP, TiSA und CETA.

Darin appelliert der Stadtrat an die EU-Kommission, das EU-Parlament, die Bundesregierung und die bayerische Staatsregierung, sich dafür einzusetzen, "dass die kommunale Selbstverwaltung, der Schutz der kommunalen Daseinsvorsorge sowie die kommunale Kultur- und Bildungspolitik gewahrt bleiben". Der Abbau von Handelshemmnissen dürfe auch nicht zulasten der europäischen Sozial-, Gesundheits-, Verbraucherschutz- und Umweltstandards gehen. Auf Investorenschutzregelungen und internationale Schiedsgerichte sollte gänzlich verzichtet werden. Auch der politische Gestaltungswille der Kommunen dürfe nicht eingeschränkt werden, heißt es in der Resolution.
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