"Weinleseabend": Buchhändlerin Maria Rupprecht stellt neuen Schirach vor
Menschenrechte im Blick

Buchhändlerin Maria Rupprecht (links) stellte den Besuchern bei einem Glas Wein Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt vor. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
30.10.2014
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Sein Großvater war Reichsjugendführer Baldur von Schirach und wurde 1946 wegen "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" zu 20 Jahren Haft verurteilt. Wie der heute 50-jährige Enkel Ferdinand von Schirach mit seinem Namen und der Familiengeschichte umgeht, erfahren die Leser des neuen Bestsellers "Die Würde ist antastbar", den Maria Rupprecht beim "WeinLeseabend" am Montag in ihrer Buchhandlung vorstellte.

In seinem mittlerweile siebten Buch unternimmt der Berliner Strafverteidiger eine Reise durch die Zeitgeschichte und wertet bestimmte Ereignisse. Er erklärt, warum Kanzlerin Merkel sich 2011 nicht öffentlich hätte freuen dürfen über die Tötung des Terroristen Osama bin Laden. Von Schirach beruft sich auf den Begriff der Würde: Kein Mensch könne wertvoller sein als ein anderer. Seine Auffassung: "Die Rechte der Menschen taugen nicht, wenn sie sich nicht auch in den dunklen, in den schwierigen Tagen bewähren".

Die Feminismus-Debatte nimmt der Autor zum Anlass, Vorkämpferin Alice Schwarzer gegen Ex-Familienministerin Kristina Schröder auszuspielen. "Ohne Schwarzer wäre Schröder gar nicht ins Amt gekommen", behauptet er. Das Buch ist im Piper-Verlag erschienen und kostet 16,99 Euro.

Maria Ruppert und ihre Mitarbeiterinnen empfingen die Gäste mit einem Glas Wein und stellten ihnen anschließend 16 Neuerscheinungen vor. Die gute Resonanz wertete die Buchhändlerin als Beweis für die Neugierde der Leser und den Wunsch, sich gegenseitig auszutauschen.
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