"Welttag des Buches": Prominente Lesepaten erzählen Geschichten an der Schule
Wenn die Wölfe tanzen

Ingrid Hirsch, Ferdinand Stümpfl, Pfarrer Arne Langbein, Dekan Hans Amann und Monika Kalischek (hinten, von links) lasen den Schülern aus Kinderbüchern vor. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
24.04.2015
3
0
"Olchis" stinken, ihr Mundgeruch lässt sogar Fliegen abstürzen. Ordnung ist für die grünen Fabelwesen ein schrecklicher Zustand. Deshalb müssen sie auch schnell ihren neuen Nachbarn loswerden, der bei ihnen aufräumen will. Seitdem er den Kindern aus den Büchern von Erhard Dietl vorgelesen hat, kennt auch Ferdinand Stümpfl die berühmte " Olchi-Familie".

Mediziner, Gästeführer und Weltbürger Dr. Ferdinand Stümpfl bekennt, bevor er das Klassenzimmer an der Gerhardingerschule betritt: "Von den Olchis habe ich zuvor noch nie etwas gehört". Ganz im Gegensatz zu den Kindern, die ihm gegenüber sitzen und aufmerksam zuhören. Ihnen sind die Lebensumstände der Drei-Generationen-Familie bestens bekannt aus inzwischen 28 Buchtiteln.

Die Frage nach Gott

Woher kommt die Welt? Warum tun sich die Menschen so viel Böses an? Wo ist Gott? Warum gibt es verschiedene Religionen? Auf diese Fragen antworten die Theologen Helga Kohler-Spiegel und Albert Biesinger in einer Sprache, die Kinder verstehen. Deshalb hatte sich Dekan Hans Amann für ihr Buch "Gibt's Gott?" entschieden. Pfarrer Arne Langbein las aus dem Janos-Buch "Lukas Kümmel". Der Junge wird von den Bahnsteigindianern nur "Luki" genannt. Er will Zauberkünstler oder Indianerhäuptling werden. Deswegen ist er immer Geheimnissen auf der Spur, übt sich in Zauberkunststücken, findet eine Tarnkappe, pflanzt einen Löwengarten, fängt beinahe einen Elefanten und reitet auch nur beinahe auf einem wilden Mustang.

Unverhoffte Begegnung

Die Vorsitzende der Eltern-Kind-Initiative, Ingrid Hirsch, zog die Schüler mit den fantastischen Geschichten aus dem "Magischen Baumhaus" in den Bann. Wenn Anne und Philipp auf ihrem Hochsitz Platz nehmen, beginnt für sie eine Reise ohne Zeit und Raum. Zauberkräfte verhelfen ihnen zu Abenteuerreisen in alle Welt. Für die witzige Geschichte mit "Franziska und die Wölfe" von Pija Lindenbaum hatte sich die pensionierte Lehrerin Monika Kalischek entschieden. Eine unverhoffte Begegnung mit den Wölfen verwandelt die schüchterne Franziska in ein selbstbewusstes Mädchen, nach deren Pfeife selbst die Wölfe tanzen .

Anlass für die Lesung war der 20. Welttag des Buches. Lehrerin Sandra Drindl hatte für die Aktion in der Gerhardingerschule prominente Lesepaten gewinnen können.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.