Weniger Personal, weniger Züge

Lokales
Schwandorf
18.10.2014
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Von acht Mann sind fünf krank. Zu wenig, um das Stellwerk am Bahnhof Schwandorf durchgehend zu besetzen. Nachts fahren noch bis 26. Oktober keine Züge. Mainzer Verhältnisse sollen aber nicht drohen.

Die Vogtlandbahn drückt sich auf ihrer Homepage diplomatisch aus: "Wegen betriebstechnischen Gründen" könnten einige Züge bis Sonntag, 26. Oktober, den Bahnhof nicht anfahren. Einige Alex-Züge nach München und Prag verkehren verspätet.

Hinter den "betriebstechnischen Gründen" versteckt sich Personalmangel bei der Deutschen Bahn. Dessen für die Gleise zuständige Tochter DB-Netz hat derzeit zu wenige Fahrdienstleiter zur Verfügung, die Weichen und Signale im Bahnhof Schwandorf stellen könnten.

Von den acht Leuten in der Stammmannschaft seien fünf krankgeschrieben, bestätigt ein Bahnsprecher in München. "Wir können eine Schicht nicht besetzen." Durch Umorganisation der Pläne sei es aber gelungen, den Zugverkehr tagsüber zu gewährleisten. Allerdings geht nun nachts nichts mehr. Zwischen 0.10 und 5.30 Uhr bleiben alle Signale auf Rot. In der Folge kommt kein Zug nach Schwandorf rein und keiner heraus. Von DB-Regio sind laut Bahn vier Züge betroffen, hauptsächlich von und nach Amberg.

Als Ersatz für ausfallende Züge haben Vogtlandbahn und Deutsche Bahn Busverkehr ab Irrenlohe eingerichtet. Dieser Bahnhof ist besetzt. Zum Hintergrund: Nicht jeder Fahrdienstleiter darf in jedem Bahnhof Weichen und Signale stellen. Dazu ist neben Wissen über die jeweiligen Stellwerkstypen auch Ortskenntnis erforderlich. Derzeit erhalten weitere Fahrdienstleiter eine entsprechende Einweisung in den Schwandorfer Gleisplan. Denn eigentlich gebe es in Ostbayern mehr Fahrdienstleiter als eigentlich notwendig.
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