Wenn der Glaube Halt gibt

Tina Schmidt sprach am Dienstag bei der KEB zum Thema "Gott als Begleiter und Motivator". Bild: rid
Lokales
Schwandorf
18.06.2015
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Sie steht im öffentlichen Leben, hat auch privat viele Aufgaben zu bewältigen. Tina Schmidt meistert dies alles mit Gottvertrauen und Respekt gegenüber den Mitmenschen. In der Spitalkirche erzählte sie Details.

Der "sicherheitsliebende Freigeist" wollte nach dem Abitur eigentlich Grafik und Design studieren, ging dann aber doch lieber zur Polizei. Zwischenzeitlich leitete Hauptkommissarin Tina Schmidt (42) die Station in Nittenau und arbeitet heute als Dienstgruppenvorgesetzte an der Polizeiinspektion in Burglengenfeld. Neben Familie und Beruf bekleidet sie zahlreiche Ehrenämter.

Viele Funktionen

Wie bekommt die zweifache Mutter das alles unter einen Hut? "Ich bin gut vernetzt", verriet Tina Schmidt den Zuhörern bei ihrem Vortrag am Dienstag in der Spitalkirche. Sie war die vierte Rednerin in der Reihe "Leben mit Gott im Alltag" der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB). Stadt- und Kreisrätin, Elternbeirat, führende Funktionen beim Frauenbund, bei der Frauen-Union und in der CSU, Hexe bei der Nittenauer Hexenwanderung: Tina Schmidt ist gut beschäftigt, zumal sie sich auch noch um ihre Mutter kümmern muss und auch gerne Sport treibt und Musik hört. Und die beiden minderjährigen Kinder und der Ehemann verlangen auch nach ihrem Recht. Zudem muss Tina Schmidt beruflich als Dienstgruppenleiterin ihren Mann stehen. Sie hält viel von Prävention und geht deshalb in die Schulen, um Mobbing-Opfern zu helfen.

Mit ihnen entwickelt sie außergewöhnliche Strategien und rät den ausgegrenzten Kindern und Jugendlichen, ihren Peinigern besonders freundlich zu begegnen. Diese Taktik wendet Tina Schmidt auch bei sich selbst an. Als Person des öffentlichen Lebens sei sie vor Intrigen nicht gefeit. Unliebsame Zeitgenossen entwaffnet sie mit dem Bibelwort: "Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein". Der Glaube und die Familie sind für die 42-Jährige "ein sicherer Hafen". Dort kann sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen und wieder auftanken. Ohne Vorurteile, mit Toleranz und Respekt dem Mitmenschen zu begegnen, ist ihr Lebensmotto.

"Du sollst Vater und Mutter ehren" und "liebe deinen Nächsten wie dich selbst" sind für Tina Schmidt die wichtigsten der zehn Gebote. Einmal aber hat sie das Gottvertrauen verlassen, als sie im jugendlichen Alter ihren Vater durch einen Unfall verlor. Freunde haben sie damals nach langer Isolation wieder zurückgeführt in die Gesellschaft.

Christliche Prägung

Heute spürt sie Gott immer in ihrer Nähe. In der CSU hat die stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbandes Nittenau ihre politische Heimat gefunden. Christlich, sozial, gemeinschaftlich sind Werte, mit denen sich Tina Schmidt identifizieren kann. Die christliche Prägung durch das Elternhaus überträgt sie auch auf ihrer eigene Familie.

Gerade in ihrem Beruf, der sie immer wieder mit menschlichen Abgründen konfrontiere, gebe ihr der Glaube Halt. Und die Musik, die Tina Schmidt ein Leben lang begleitet. Auch bei ihrem Vortrag am Dienstag. Sie spielte Lieder ein, die sie an Lebensabschnitte erinnerten.
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