Wer verkauft künftig Limo?

Wer versorgt die Zuschauer bei Sportveranstaltungen in der Oberpfalzhalle künftig mit Kaltgetränken? Die Vereine würden das gerne selbst übernehmen. Dem künftigen Wirt des Bistros würden die Einnahmen aber sicher auch gut ins Konzept passen. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
16.07.2015
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Dürfen die Vereine künftig die Bewirtung der Oberpfalzhalle selbst übernehmen? Nein, sagte Oberbürgermeister Andreas Feller, das wäre das Recht des künftigen Wirts, mit Sonderpreisen für die Vereine. So eindeutig ist die Lage aber offenbar nicht.

Der Hauptausschuss hörte sich am Mittwoch in nichtöffentlicher Sitzung die Bewerbungen von drei potenziellen Wirten an, die sich auf das Interessensbekundungsverfahren hin im Rathaus gemeldet hatten. Das bestätigte Pressesprecher Lothar Mulzer auf Anfrage. Eine Entscheidung fiel demnach nicht. Zwei Bewerber seien in die engere Wahl gezogen worden und sollen sich dem Stadtrat in seiner nächsten (nichtöffentlichen) Sitzung vorstellen.

Ein Dilemma

Bis dahin werde der OB, bestätigte Mulzer, mit den verbleibenden Bewerbern auch über ihre Konzepte Gespräche führen. Dabei dürfte auch das "Bewirtungsrecht" für Kaltgetränke in der Oberpfalzhalle eine Rolle spielen. Dass ein Wirt des neuen Bistros dieses Geschäft gerne mitnehmen würde, steht außer Frage. Allerdings hatte genau dieses "Recht" in den vergangenen Jahren stets für Verdruss bei den Sportvereinen gesorgt, die bei ihren Ligaspielen oder Turnieren mit dem Getränkeverkauf gerne ein paar Euro verdient hätten.

Genau dieses Dilemma hatte sich der Stadtrat zu Herzen genommen und im November 2013 beschlossen, dass die Vereine das Recht bekommen sollen, Kaltgetränke auf eigene Rechnung zu verkaufen. Auch einem Brauereivertrag für das neue Bistro erteilte das Gremium eine Absage. Um so überraschender klang die Kehrtwende des OB in der Sitzung des Stadtverbandes für Sport (wir berichteten), als er auf Anfrage der Vorsitzenden des SV Haselbach zu dem Thema antwortete, dass die Kaltgetränke vom Wirt bezogen werden müssten. Es würden Sonderpreise vereinbart.

Einheitliche Regelung

Der Vorsitzende des Stadtverbandes, Thomas Fink, hält sich bei dem Thema bedeckt. Man solle abwarten, bis eine Entscheidung für einen Gaststättenbetreiber gefallen ist. Er plädiert aber auf jeden Fall für eine einheitliche Regelung, die dann für alle Vereine gelten soll. Der Stadtrat wird eine Lösung der kniffligen Frage finden müssen. Ein verträgliches Miteinander zwischen Sportvereinen und künftigem Wirt ist unabdingbar, damit der Betrieb der Oberpfalzhalle klappt. Bei vernünftigen Preisen, bei denen sowohl Wirt als auch ein Verein ein paar Euro verdienen, würde sicher eine Einigung zu erzielen sein. Damit die Vereine ihre Getränke nicht wieder "unter der Hand" aus einer Kabine verkaufen müssen - wie es früher auch schon vorgekommen sein soll.
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