Wichtige Begleiter für Familien

Die neuen Familienbegleiter bekamen die Zertifikate. Das Bild zeigt von links nach rechts: Marianne Deml, Thomas Ebeling, Gabi Wild, Monika Schießl, Heike Ellmann, Stefanie Heider, Sandra Nitzschke, Silke Gesinn, Regina Schottenheim, Carola Glötzl, Barbara Magerl-Huber (beide KoKi), Bettina Böhm, Petra Urbanek-Preißler und Hermine Rodde (alle SkF). Bild: rid
Lokales
Schwandorf
21.12.2014
79
0

Die "Koordinierungsstelle frühe Kindheit" (KoKi) ist zwar flächendeckend an den bayerischen Landratsämtern eingerichtet, in keinem anderen Landkreis aber so strukturiert wie in Schwandorf.

Die dem Jugendamt unterstellte Abteilung arbeitet mit dem "Sozialdienst katholischer Frauen" (SkF) zusammen und nutzt dessen Netzwerk zur Unterstützung von Familien mit Hilfebedarf.

In einem ersten Kurs hatten sich fünf Tagesmütter zu Familienbegleitern ausbilden lassen, nun kommen sieben neue dazu. Landrat Thomas Ebeling überreichte in den Räumen der SkF Gabi Wild (Schwandorf), Monika Schießl (Neunburg vorm Wald), Heike Ellmann (Schwarzenfeld), Stefanie Heider (Burglengenfeld), Sandra Nitzschke (Neunburg vorm Wald), Regina Schottenheim (Fensterbach) und Barbara Bachl ( Bodenwöhr) die Zertifikate. Sie unterstützen Familien mit Kindern in Erziehungsfragen, bei der Alltagsbewältigung, bei der Vermittlung von Betreuungsplätzen und beim Schriftverkehr mit Behörden.

80 Familien haben in diesem Jahr die Dienste von "KoKi" in Anspruch genommen. Anlaufstelle ist die mit drei Sozialpädagoginnen besetzte Koordinierungsstelle am Landratsamt. Barbara Magerl-Huber und Carola Glötzl dankten dem Kooperationspartner SkF für die gute Zusammenarbeit zur Unterstützung von Familien mit Hilfebedarf.

Auf sechs Monate ausgelegt

Die Projekte seien in der Regel auf sechs Monate ausgelegt. In dieser Zeit müsse die Familienbegleiterin versuchen, so Carola Glötzl, die Ressourcen in den Familien so weit zu aktivieren und zu stärken, "dass sie anschließend wieder alleine zurecht kommen". Voraussetzung für den Einsatz einer Fachkraft: Die Familie muss mindestens ein Kind unter drei Jahren haben. Die Dienste sind für die Familien kostenlos, der "Sozialdienst katholischer Frauen" stellt den Einsatz der Tagesmütter mit Zusatzausbildung dem Jugendamt in Rechnung.SkF-Vorsitzende Hermine Rodde nannte die Kooperation mit "KoKi" beispielgebend in Bayern. Dafür sei ihr Verband beim Katholikentag in Regensburg auch ausgezeichnet worden. Landrat Thomas Ebeling erkennt die Notwendigkeit der frühzeitigen Hilfe und ist der Überzeugung: "Wir müssen rechtzeitig dort ansetzen, wo die Probleme entstehen". Für die Familienbeauftragte der Stadt Neunburg vorm Wald, Marianne Deml, geht es beim Einsatz der Familienbegleiter vor allem um das Kindeswohl.

Sieben Tagesmütter

Ausbilderin Silke Gesinn hat die sieben Tagesmütter in einem fünftägigen Qualifizierungskurs auf ihre Zusatzaufgabe als Familienbegleiter vorbereitet und sie für die Förderung der Eltern-Kind-Bindung, die Steigerung der Erziehungskompetenz und den Aufbau eines tragfähigen Netzwerkes sensibilisiert.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dezember 2014 (1863)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.