Windpark: ÖDP favorisiert Ratsbegehren

Lokales
Schwandorf
09.02.2015
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Der ÖDP-Ortsverband fordert ein Ratsbegehren zu dem in der Bevölkerung durchaus umstrittenen Windpark Neukirchen/Hartenricht (wir berichteten). Dies hat einer Pressemitteilung zufolge der Ortsverband beim Monatstreffen im Gasthof "Ziegelhütte" in Ettmannsdorf vor wenigen Tagen beschlossen. Der ÖDP-Ortsverband vertritt in diesem Zusammenhang die Ansicht, dass die von der Bayerischen Staatsregierung als Gesetz verabschiedete 10H-Abstandsregelung im Stadtgebiet keinesfalls zum Tragen kommen dürfe.

Würde diese Regelung im Freistaat angewendet, ist nach Auffassung der ÖDP der Windkraftausbau in Bayern praktisch gestoppt. Es würden lediglich noch 10 bis 20 Standorte landesweit übrig bleiben. "Wer den Atomausstieg will, nicht weiter auf Kohlekraftwerke setzen will und riesige Stromtrassen vermeiden möchte, kommt an der möglichst dezentralen Versorgung mit Windenergie nicht vorbei", schreibt der ÖDP-Vorsitzende Martin Brock.

"Niemand wird behaupten wollen, dass eine Windenergieanlage die Gesundheit des Menschen und die Natur mehr beeinträchtigt als die herkömmlichen Formen der Energieversorgung oder auch das Müllkraftwerk Schwandorf." Die ÖDP sieht sich hier im Einklang mit der großen Mehrheit der Schwandorfer Bevölkerung, heißt es in ihrer Mitteilung vom Wochenende. Die ÖDP wird deshalb im Stadtrat ein Ratsbegehren gegen die Umsetzung der 10H-Regelung im Stadtgebiet beantragen, um den Bürger entscheiden zu lassen.
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