Wirklich starke Vorstellung

Instrumental wie gesanglich überzeugten die Gruppen des Gymnasiums beim Weihnachtskonzert. Bild: tie
Lokales
Schwandorf
15.12.2014
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Vielseitigkeit, gepaart mit Einfühlungsvermögen und sicherer Vortragsweise: Das Weihnachtskonzert der Schüler ließ keine Wünsche offen. Ein Beweis für das große Potenzial der musikalischen Ausbildung.

Die Kreuzbergkirche war voll mit erwartungsvollem Publikum, als das Blechbläserensemble des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums das Programm des Weihnachtskonzerts eröffnete. Mit sonoren Klängen ertönte "O Heiland reiß die Himmel auf" und stimmte auf Anlass und Niveau der Veranstaltung ein.

Mit hellen Stimmen

Und dann marschierten die Jüngsten nach vorne: Der Unterstufenchor (Mitglieder der Jahrgänge 5 bis 7) sang "Jingle Bells" und "Engel haben Himmelslieder" mit hellen Stimmen, aus denen ihre Freude an ihrem Tun herauszuhören war. Hier wie in fast allen anderen Vortragsstücken begleitete Bastian Wagner (Q12) gekonnt am Klavier.

Ein Flötenquartett, bestehend aus Franziska Hiltl (5a), Simone Stöckl (9b), Katrin Hammer (10d), Amanda Scharl (10c), setzte das Programm fort mit dem melodiereichen Largosatz aus einer Sonate von Johann Adolf Hasse. Die nächsten Klänge ertönten von der Orgelempore. Das "Ave Maria" von Camille Saint- Saens sangen die beiden Schwestern Laura und Michaela De Pellegrin (Q11, Q12) mit vollen runden Sopranstimmen.

Bastian Wagner bewies sein musikalisches Können hierbei an der Orgel. Das nächste Stück gestaltete er allein auf diesem Instrument, als er "Präludium und Fuge C - Dur" BWV 545 von Johann Sebastian Bach vortrug und damit bewies, dass er nicht nur ein vorzüglicher Klavierspieler ist. Das Holbläsertrio mit Desirée Pronath (Q12) Oboe, Franziska Kolloch (Q11) Klarinette und Julia Graf (8b) Fagott gestaltete exakt die "Introduktion aus der Weihnachtssuite" von E. Zámecnik. Sechs Frauen und vier Männer bilden den Lehrerchor, der mit feiner Stimmgebung "I've got peace like a river" von H. O. Millsby sang. Christopher Larisch und Elisa Leitner (beide Q12) interpretierten das "Rondo" aus einem der sechs Duos für zwei Violinen op 24 von Ignaz Pleyel.

"The greatest love of all"

Und weiter ging es mit Streichermusik. Das gesamte Schulorchester intonierte "A Holst Christmas" von Gustav Holst mit großer Klangentfaltung, das Streichorchester setzte fort mit dem traditionellen Stück "African bell carol", einer mitreißend rhythmisch geprägten Musik mit grandioser Unterstützung durch Mariana Prehle an den Congas. Oberstudienrätin Stefanie Jehl dirigierte präzise. Es folgten zwei Stücke von J. Feliciano. Zuerst spielten Lena Hammer (9d) und Leonard Larisch (10c) auf zwei Saxofonen "Winter Wonderland", dann interpretierte Leonard Larisch allein "The greatest love of all" mit vollen, fein abgestimmten Tönen. Und wieder Gesang: Thomas Rupprecht, Christoph Deml, Bastian Wagner (alle Q12) und Fabian Müller (Q11) widmeten sich dem Vokalquartett "Die heilige Nacht" von Michael Haydn. Oberstudienrat Heinz Baranek gestaltete die Klavierstimme. Und erneut Klänge von der Empore: Johanna Horsch (Q11) nahm sich innig dem " Agnus Die" aus der "Krönungsmesse C-Dur" KV 317 von Wolfgang Amadeus Mozart an. Den Orgelpart spielte Bastian Wagner.

Dann erneut ein Duo. Julia Wagner (8c) und Hanna von Glasow (10d) spielten das "Andantino" aus dem Duo op 22 für 2 Violoncelli von Franz Anton Kummer mit großem aufeinander abgestimmtem Ton. Von Peter Cornelius folgte das mit voller Baritonstimme vorzutragende "Christkind", das Thomas Rupprecht und Bastian Wagner passend wiedergaben.

Der Kammerchor der Schule unter Leitung von Heinz Baranek setzte mit dem Hymnus "Ave maris stella" von Edvard Grieg fort, der Chor der Ehemaligen schloss sich an mit "All bells in paradise" von John Rutter und "O holy night" von A. Adam. Schön klingende Ensembles mit exakter Tongestaltung, die Stefan Schindler am Klavier unterstützte. Und nochmals die beiden Cellistinnen, diesmal mit einer viersätzigen Sonate RV 47 von Antonio Vivaldi, die sie sowohl in den langsamen wie den schnellen Sätzen tadellos gestalteten. Noch einmal erklang die Orgel und Alexandra Saur (Q12) sang von der Empore herab das "Panis Angelicus" von Cesar Franck mit feiner Sopranstimme.

Dank an Heinz Baranek

Vor den Abschluss-Stücken ergriff Oberstudiendirektor Fritz Pawlick das Wort und bedankte sich bei Musiklehrer Heinz Baranek, der seine aktive Tätigkeit in Bälde beendet, für sein Engagement. Stefanie Jehl dirigierte zu Ehren von Heinz Baranek einen Chorsatz, den die Ehemaligen und der Lehrerchor sangen. Donnernder Beifall des Publikums stimmte zu.

Der Mittel- und Oberstufenchor gestaltete zwei Gesänge, dann betraten alle Mitwirkenden des Abends den Altarraum und trugen "Transeamus" von Josef Schnabel eindringlich vor, am Klavier von Stefan Schindler unterstützt. Heinz Baranek leitete in bewährter Manier. Wieder einmal hat das Carl-Friedrich- Gauß-Gymnasium sein Potenzial in musikalischer Ausbildung eindrucksvoll zu Gehör gebracht.
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