Wirtschaftsforum hält nichts von der Idee
Diskussionsthema Straßensperrung

Lokales
Schwandorf
23.10.2015
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Die Schlagzeile "Stadt testet die Sperrung der Friedrich-Ebert-Straße" sorgt bei den innerstädtischen Einzelhändlern für Unruhe. Die Mitglieder des Wirtschaftsforums wurden von den Plänen völlig überrascht. Sie hatten erwartet, dass man sie in die Überlegungen mit einbezieht.

"Wo kein Verkehr, da ist auch kein Handel", so der Tenor der Gewerbetreibenden. Deshalb halten sie es für den falschen Ansatz, die Einkaufsmeile der Stadt verkehrsmäßig zu beruhigen.

Wenn die Friedrich-Ebert-Straße, die momentan noch Teil der Bundesstraße 15 ist, in Kürze abgestuft wird und damit in die Zuständigkeit der Kommune übergeht, kann die Stadt mit der Gestaltung beginnen.

Ansicht des Experten

Die Verkehrsentlastung der Friedrich-Ebert-Straße ist ohne zweite Naabbrücke machbar. Zu diesem Ergebnis kommt Professor Dr. Harald Kurzak. Der Münchner Gutachter hat ermittelt, dass die Verkehrsbelastung in der Innenstadt weit unter den Werten liegt, die noch vor drei Jahren gemessen wurden.

Zwei Beispiele: Naabuferstraße 14 700 statt 17 700 Fahrzeuge pro Tag, Pesserlstraße 10 500 statt 15 700.

Der Weg zum Marktplatz

Der Professor hält es deshalb für möglich, die Ebert-Straße zwischen der Schwaiger- und der Bahnhofstraße komplett zu sperren. Damit wäre der Durchgangsverkehr in Ost-West-Richtung weg.

Wer zum Marktplatz will, muss sich dann über die Postgartenstraße und den Schlesierplatz oder über die Pesserl- und Bahnhofstraße den Weg bahnen.
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