Wissenschaftler erstellen Konzept für Verbandskläranlage
Noch mehr eigene Energie

B. Eng. Thomas Gollwitzer rät den Verbandsmitgliedern zur Optimierung der Kraft-Wärme-Kopplung für die Energieversorgung der Verbandskläranlage. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
26.11.2014
11
0

Über ein Jahr lang hat sich Thomas Gollwitzer mit dem Energiekonzept der Verbandskläranlage Schwandorf-Wackersdorf beschäftigt und nach Einsparmöglichkeiten gesucht. Bei der Verbandsversammlung am Dienstag stellte der Mitarbeiter am Institut für Energietechnik der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden die Ergebnisse vor und riet den Verbandsräten zur noch stärkeren Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung.

Das Institut unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Markus Brautsch beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit den Möglichkeiten einer effizienten und nachhaltigen Energieversorgung für Kommunen, Gewerbe und Industrie. Die Mitgliedsgemeinden Schwandorf und Wackersdorf beauftragten das Kompetenzzentrum mit der Erstellung eines Energieeinsparungskonzepts und nutzten zur Finanzierung die staatliche Förderung.

B. Eng. (Bachelor of Engeneering) Thomas Gollwitzer stellte zunächst den Ist-Zustand fest. Die Kläranlage beziehe derzeit Energie aus zwei eigenen Blockheizkraftwerken, einer Photovoltaikanlage, aus einer benachbarten Biogasanlage (Wärme) und von einem Stromanbieter. Aus wirtschaftlichen Gründen hält Thomas Gollwitzer die Erweiterung der Photovoltaikanlage nicht für sinnvoll. Auch Versuche, Windkraft zu nutzen, seien nicht zielführend gewesen, so der IFE-Vertreter.

Für ihn kommt nur die Optimierung der Kraft-Wärme-Kopplung in Frage. Und weil der Wirkungsgrad der bestehenden Blockheizkraftwerke zunehmend nachlasse, riet der Energieingenieur zur Anschaffung einer neuen Anlage. Das ältere der beiden Blockheizkraftwerke könne man dann stilllegen. Thomas Gollwitzer rechnet in diesem Fall mit einer Energieeinsparung von 100 000 Euro im Jahr und damit einer raschen Amortisierung der Investitionskosten für eine neue Anlage.

Die Verbandsräte nahmen die Ergebnisse der Untersuchung zunächst zur Kenntnis und wollen sie in ihre Entscheidungen einfließen lassen. Die Verbandskläranlage benötigte im vergangenen Jahr 2,15 Millionen Kilowattstunden Strom und 1,92 Millionen Kilowattstunden Wärme. Den Großteil der Energie erzeugte der Betreiber selbst, den Rest bezog er von Fremdfirmen.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8194)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.