Wohlige Wärme gesichert

Werkleiter Walter Zurek, Oberbürgermeister Andreas Feller und ZMS-Vorsitzender Landrat Thomas Ebeling (von links) nahmen die neue Fernwärme-Versorgungszentrale in Betrieb. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
25.10.2015
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Die zweite Haupteinspeisungsanlage für die Fernwärme ist seit Freitag in Betrieb. Beim Verlegen der Leitungen und dem Ausbau dachten die Planer bereits weiter.

"Hier kam die gesamte Bandbreite des ober- und unterirdischen Rohrbaus zum Einsatz", betonte Walter Zurek bei der Einweihung der neuen Fernwärme-Versorgungszentrale auf dem Gelände des Müllkraftwerks. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf (ZMS) Landrat Thomas Ebeling und Oberbürgermeister Andreas Feller nahm der Werkleiter am Freitag die mittlerweile zweite Haupteinspeisungsanlage in Betrieb.

Kapazitätsgrenzen

Der Ausbau der Fernwärme ließ die bisherigen Leitungen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Das war der Grund, warum sich der Stadtrat 2012 zu einer Millioneninvestition entschlossen hat. "Die positive Entwicklung des Energieträgers hat es notwendig gemacht, die bestehende Haupteinspeisung zu verstärken", begründete Oberbürgermeister Feller den Bau der Leitung, die auf einer Trassenlänge von 1,3 Kilometern vom Müllkraftwerk über die Industriestraße bis zum Gleisdreieck führt.

Technisches Neuland

Bei der Verlegung der Fernwärmeleitungen dachten die Planer auch an den Ausbau der Breitbandversorgung. Leerrohre für Glaskabel wurden gleich mitverlegt. Für Werkleiter Walter Zurek soll die neue Versorgungszentrale auch die Notversorgung mit Wärme bei Störfällen sichern. "Wir haben mit dieser Anlage technisches Neuland betreten", betonte der Werkleiter. Ziel sei es, eine kontinuierliche Wärmeabnahme während des ganzen Tags zu ermöglichen. Auch mit Rücksicht auf den Lieferanten "Zweckverband Müllverwertung Schwandorf", der nicht ständig die maximale Menge an Energie auskoppeln müsse.

Die Städtische Wasser- und Fernwärmeversorgung investierte 1,75 Millionen Euro und habe damit die Voraussetzungen für weitere Industrie- und Gewerbeansiedlungen geschaffen, betonte Walter Zurek. Wirtschaftlich rechne sich die Investition nur langfristig. Die Fernwärme nutzen aktuell 600 Abnehmer. Am Freitag kamen vier neue dazu. Ihren Hausanschluss förderte der Staat mit 100 Euro pro laufenden Rohrmeter.

OB Feller übergab im ZMS-Gebäude die Förderbescheide des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) an Simone Förster und Josef Reindl, beide aus der Blumenstraße, Silvia Forster aus der Lessingstraße und Christa Bier aus der Karl-von-Drais-Straße. Die Stadt selbst erhielt einen Förderbescheid für das Museum.
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