Wohnheim fürs Schulzentrum

Der neue Vorstand des Fördervereins der Beruflichen Oberschule (von links): Dr. Michael Völkl, Ralf Bormann, Alois Hagl, Sebastian Harvolk, Julia Jambreck, Reiner Weis, Hubert Döpfer, Josef Vitzthum, Martina Englhardt-Kopf und Heinrich Flierl. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
15.11.2014
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Im Neubau des Beruflichen Schulzentrums beginnt im Dezember der Unterricht. Das erfuhr der Förderverein der Beruflichen Oberschule bei der Hauptversammlung am Mittwoch. Schulleiter Ralf Bormann stellte einen neuen Schulzweig als Alleinstellungsmerkmal vor.

Seit der Gründung 1982 ist Alois Hagl Vorsitzender des Fördervereins der Beruflichen Oberschule. Die Mitglieder bestätigten ihn bei der Sitzung in der Schwefelquelle erneut einstimmig. Der Verein mit 47 Mitgliedern gab in diesem Jahr 800 Euro für Buchgeschenke für die besten Abiturienten und als Zuschuss für den Flug einer Schülergruppe nach Mallorca aus .

Umzug läuft

Mit Dr. Michael Völkl (Nittenau) stellte sich den Mitgliedern der neue stellvertretende Leiter am Beruflichen Schulzentrum "Oskar von Miller" vor, der in dieser Funktion zuständig für das operative Geschäft an der "Beruflichen Oberschule" (BOS) ist. Der 40-jährige Studiendirektor trat die Nachfolge von Anton Eckl an, der im September die Leitung der Staatlichen Berufsoberschule Nürnberg übernommen hat.

Völkl ist Lehrer für Deutsch und Geschichte und unterrichtet seit 2004 an der BOS, nun steigt er zum Stellvertreter von Oberstudiendirektor Ralf Bormann auf. Er ist derzeit mit dem Umzug in den Neubau beschäftigt und kündigte dort den Unterrichts-Auftakt für den 17. Dezember an. Das neue Gebäude sei für 26 Klassen mit rund 600 Schülern ausgelegt, so Völkl. Derzeit gehören zur BOS 490 Schüler und 43 Lehrer.

Mit der Erweiterung des Angebots um den Zweig "Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnik" erhofft sich Schulleiter Ralf Bormann einen Schülerzuwachs. Im vergangenen Jahr erhielt die Schule noch eine Absage wegen zu geringer Beteiligung (37 Anmeldungen), heuer nun will sie mindestens 50 Jugendliche anwerben. Neben Wirtschaft, Technik und Soziales soll ab September 2015 dieser vierte Ausbildungszweig hinzukommen. "Wir decken dann den Einzugsbereich von Tirschenreuth bis Cham und von Regensburg bis Hof ab", betonte der Oberstudiendirektor. Damit werde "ein weißer Fleck" in der Oberpfälzer Bildungslandschaft verschwinden. Der neue Zweig richtet sich an alle Realschulabgänger und Jugendliche mit abgeschlossener Berufsausbildung, die ihre Schwerpunkte auf die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik legen. Der Lehrplan biete genügend Freiräume, um im Unterricht aktuelle Themen der Genetik, der Stoffwechselvorgänge, der Ernährung, der Ökologie und der Biotechnologie aufgreifen zu können, sagte Völkl.

"Tag der offenen Tür"

Für Exkursionen würden sich das Charlottenhofer Weihergebiet, das Kulzer Moos, das Taubenwiesbachtal oder die Bodenwöhrer Senke mit deren seltenen Tier- und Pflanzenarten anbieten. Oberstudiendirektor Bormann betonte die "außerordentliche Praxisorientierung der neuen Ausbildungsrichtung in einer topmodern ausgestatteten Schule". Beim "Tag der offenen Tür" am 22. November will er die Werbetrommel für den Agrar-Zweig rühren und Führungen durch das neue Gebäude anbieten. Oberstudiendirektor Ralf Bormann wiederholte seine Forderung nach einem Schülerwohnheim: "Das brauchen wird dringend, wenn wir weitere Schüler gewinnen wollen".
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