Zahl der Fälle weiter im Sinkflug

Polizeipräsident Gerold Mahlmeister (Dritter von rechts) gab zusammen mit den Inspektionsleitern im Landkreis und dem Chef der Kriminalpolizeiinspektion Amberg, Gerhard Huf, im Landratsamt einen Einblick in die Sicherheitslage im Landkreis. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
21.05.2015
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Im Landkreis gab es im vergangenen Jahr mit 5110 die wenigsten Straftaten im Zehn-Jahres-Vergleich. Beim Sicherheitsgespräch im Landratsamt stellte Polizeipräsident Gerold Mahlmeister die aktuellen Zahlen vor. Nur die Entwicklung bei den Wohnungseinbrüchen trübt die Statistik ein bisschen.

Beim alljährlichen - laut Landrat Thomas Ebeling - "Hochamt der Sicherheitsbehörden" wartete der Polizeipräsident zusammen mit dem Amberger Kriminalpolizei-Chef Gerhard Huf sowie den Leitern der Polizeiinspektionen im Landkreis mit positiven Nachrichten auf. Das machte Mahlmeister vor allem an zwei Aspekten fest: der niedrigen Zahl an Straftaten und der Aufklärungsquote von 67,3 Prozent. Nach polizeilicher Definition gilt eine Tat als aufgeklärt, wenn ein hinreichender Tatverdacht gegen eine oder mehrere Personen besteht - ungeachtet dessen, ob das Verfahren in der Folge eingestellt, oder der Verdächtige verurteilt wird. Lediglich bei einem Freispruch fallen diese Personen wieder aus der Statistik hinaus.

Wie wir bereits berichtet hatten, gab es nahezu in allen Bereichen sinkende Zahlen: Die Gewaltkriminalität (140 Taten) erreichte den niedrigsten Wert seit 2006. Darin enthalten ist auch das Tötungsdelikt in Wernberg-Köblitz im vergangenen Dezember. Auf NT-Nachfrage nach der Pressekonferenz sagte Kriminaloberrat Gerhard Huf dazu, dass die Ermittlungen derzeit in alle Richtungen weitergeführt werden. Außerdem dauere die Spurenanalyse noch an.

Kontinuierlicher Rückgang

Bei der Straßenkriminalität - Taten, die im öffentlichen Raum verübt werden - gab es einen kontinuierlichen Rückgang auf 795 im vergangenen Jahr. Gleiches gilt für Vermögens- und Fälschungsdelikte, die mit 868 Fällen auf den niedrigsten Wert im Zehn-Jahres-Vergleich sanken. Die Diebstahlskriminalität lag mit 1540 auf dem selben Wert wie im Vorjahr. In diesen Bereich fallen auch die Wohnungseinbrüche (siehe grünen Kasten). Dass die Zahlen im Rauschgiftbereich auf 343 stiegen, freut die Ordnungshüter. Das zeige den hohen Kontrolldruck der Polizeibeamten. Laut Kripo-Leiter Gerhard Huf spielen im Landkreis Cannabis, Marihuana und Haschisch die größte Rolle. Die Modedroge Crystal sei eher in Kleinmengen unterwegs - im Gegensatz zum oberfränkischen Bereich, wo die synthetische Droge sehr viel häufiger vorkommt.

Etwaige Befürchtungen von manchen Bürgern, dass sich die zunehmende Anzahl von Asylbewerbern im Landkreis in der Statistik niederschlage, sah Landrat Thomas Ebeling aufgrund der Zahlen entkräftet. Im Gegenteil: Bei den ausländischen Tatverdächtigen gebe es einen Rückgang. "Vereinzelte Fälle trüben nicht das Gesamtbild, auch wenn sie Aufsehen erregen", unterstrich er. Ebeling bezeichnete die Zahlen als "sehr erfreuliche Statistik". Das unterstrich auch Polizeipräsident Mahlmeister: "Ich würde mir wünschen, wir hätten überall so eine Statistik wie im Landkreis Schwandorf".
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