Zeichen gegen Ausgrenzung

Pfarrer Arne Langbein (Evangelische Gemeinde) und Dekan Hans Amann (St. Jakob) feierten am Bürgerfest-Sonntag mit vielen Gästen auf dem Marktplatz einen ökumenischen Gottesdienst. "Fremde sind keine Bedrohung, sondern oftmals eine Bereicherung", sagte Langbein. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
12.07.2015
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"Manche stehen der Ökumene skeptisch gegenüber, ich find sie schön", sagte der evangelische Pfarrer Arne Langbein und nahm seinen katholischen Mitbruder Hans Amann in den Arm. Die beiden Geistlichen setzten ein Zeichen für Verständigung und gegen Ausgrenzung.

Der Protestant reichte den Katholiken die Hand und ermunterte die Teilnehmer am ökumenischen Gottesdienst, "sich zur einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche zu bekennen".

Dekan Hans Amann begrüßte die Einheimischen, die Zugezogenen, die Gäste und alle, die ein "fürchterlicher Krieg" hierher getrieben habe. "Schwandorf will eine weltoffene Stadt sein", rief er den Mitgliedern aller Konfessionen zu. Offen für Menschen aus unterschiedlichen Nationen, Religionen und Kulturen. Das Leben in der Stadt werde ein Stück bunter mit jedem Menschen, "der mit seiner von Gott gegebenen Einzigartigkeit und seinen individuellen Fähigkeiten zu uns kommt". Im christlichen Umgang mit Migranten genüge nicht nur Toleranz, so der katholische Geistliche, "notwendig sind vielmehr die Zuneigung und der größtmögliche Respekt vor der kulturellen Identität der Gesprächspartner".

Einen "Migrationshintergrund" zu haben, sei heute völlig normal, sagte der evangelische Pfarrer Arne Langbein, der von Berlin nach Schwandorf gezogen ist und seitdem "bayerische Kultur und Oberpfälzer Brauchtum inhaliert". Er pries die jüdisch-christliche Botschaft von der Nächstenliebe und die Hilfsbereitschaft der Deutschen. Arne Langbein zitierte Landesbischof Heinrich Bedform-Strohm, der gesagt hat: "Die Flüchtlinge kommen deshalb zu uns, weil die Deutschen so freundlich sind und weil hier das Rechtssystem funktioniert". Beim Gospel "We are changing the World" reichten sich die Gottesdienstteilnehmer die Hand und stimmten ein in den Gesang des Chores, der sich aus "Heavenbound" (evangelische Kirchengemeinde) sowie den katholischen Kirchenchören St. Jakob und St. Andreas Fronberg zusammensetzte.
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