ZMS-Auszubildende helfen der Schwandorfer Feuerwehr bei der "Leila"-Restaurierung
Alte Drehleiter statt Kraftwerkstechnik

Die ZMS-Auszubildenden übergaben zusammen mit Verbandsdirektor Thomas Knoll (rechts) das restaurierte Armaturenbrett der "Leila" an den Vorsitzenden der Schwandorfer Feuerwehr, Andreas Hohler (links). Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
07.08.2015
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Mit "Leila", einer alten Drehleiter, die einst bei der Schwandorfer Feuerwehr im Einsatz war und über Umwege wieder zurück gekauft werden konnte, hat die Wehr auch eine Fleißaufgabe übernommen: Die Restaurierung. Unterstützung dabei gab's von der Auszubildenden des Zweckverbands Müllverwertung Schwandorf (ZMS).

Die angehenden Industriemechaniker beim ZMS hatten in den vergangenen Wochen einen interessanten "Sondereinsatz": Das Armaturenbrett der ersten Drehleiter der Feuerwehr Schwandorf - ein inzwischen 77-jähriger Oldtimer mit dem wohlklingenden Namen "Leila" - musste zur Restaurierung bearbeitet werden, damit diese fahrzeugtechnische Rarität beim Festwochenende zum 150-jährigen Bestehen der Feuerwehr Schwandorf als Highlight glänzen kann.

Für die Lehrlinge ein schönes Praxisbeispiel für Metallverarbeitung: Sandstrahlen, Vorbereiten der Bleche, Anpassen von Löchern, Schweiß- und Schleifarbeiten waren angesagt. Über Kontakte der Werkfeuerwehr mit dem Vorsitzenden der Schwandorfer Kameraden, Andreas Hohler, war die Zusammenarbeit zustande gekommen. So entwickelte sich ein Projekt, das allen Seiten diente: Der Feuerwehr, die auf diese Art und Weise zu einer kostenlosen Wiederherstellung des Armaturenbrettes kam, wie auch den Auszubildenden, die ganz handlungsorientiert und praxisbezogen Metallbearbeitung üben.

Beim Einbau des Armaturenbretts gab es für die jungen Männer Lob und Anerkennung von allen Seiten. Hohler machte an diesem Musterbeispiel deutlich, wie wichtig ehrenamtliches Engagement in der Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen sei. Der Sachaufwandsträger der Feuerwehren könne oft nur das Nötigste zur Verfügung stellen. Umso mehr sei Kreativität der Feuerwehrleute und der im Umfeld gewonnenen Personen notwendig. Auch ZMS-Verbandsdirektor Thomas Knoll freute sich über die gelungene Zusammenarbeit und dankte auch Ausbildungsmeister Georg Grabinger, der das Projekt fachlich begleitete.
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