ZMS wird Kooperation mit OTH Amberg/Weiden eingehen - Bilanz 2013 schließt mit 2,6 Millionen ...
Im Rauchgas steckt noch Potenzial

Das Müllkraftwerk ist schon jetzt als Forschungsobjekt bei Studenten gefragt. Der ZMS will nun eine Kooperation mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg/Weiden eingehen, um die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
26.03.2015
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Aus dem Rauch des Müllkraftwerks ließe sich noch Energie gewinnen. Dieses Potenzial ergründete eine Diplomarbeit, für die ein Absolvent der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg/ Weiden (OTH) forschte. Die schon seit Jahren laufende Zusammenarbeit mit der OTH will der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) in Vertragsform gießen und "Innovativer Lernort" werden. Das beschloss die Verbandsversammlung am Mittwoch einstimmig.

Auch das Lager- und Logistiksystem, das im Technikgebäude des Müllkraftwerks im Einsatz ist, stammt von Studenten. Es war der Lösung eines Anbieters aus der Wirtschaft überlegen, erläuterte Verbandsdirektor Thomas Knoll.

Neben solchen direkten Erfolgen ziele die Kooperation aber auch drauf, hochqualifizierte Nachwuchsakademiker an den ZMS zu binden. Den Studierenden der OTH bietet sich in Schwandorfer die Gelegenheit, an einem Großkraftwerk zu arbeiten. Regelmäßig sind junge Forscher zu Gast, um Themen wie Dampferzeugung, Hochtemperatur-Korrosion, Elektrotechnik und Logistikaufgaben an der laufenden Anlage zu studieren. Auch von Schulen wird das Müllkraftwerk als Lernort genutzt und war bereits als Außenstelle der Umweltstation "FUKS" eingestuft. Nun stellt der ZMS beim bayerischen Umweltministerium den Antrag, als Umweltstation anerkannt zu werden. ZMS-Verwaltungsdirektor Franz Grabinger verwies auf die große Nachfrage durch Schulen. Der ZMS erwartet sich aus der Anerkennung auch Zuschüsse.

Der Zweckverband hat das Jahr 2013 mit einem Gewinn von rund 2,6 Millionen Euro ab. Er wird auf neue Rechnung vorgetragen. Kämmerer Alois Böhm erläuterte die Bilanz, die mit einer Summe von knapp 159 Millionen Euro schloss. Im Jahr 2014 wurden im Müllkraftwerk 452 516 Tonnen Müll verbrannt. Das ist Rekord. Das Kraftwerk erzeugte daraus rund 237 Millionen Kilowattstunden Strom und 477 000 Tonnen Prozessdampf.

In Müllumladestationen im Verbandsgebiet des ZMS sind in den Wintermonaten einige Brände ausgebrochen. Glühende Aschereste gelten in einigen Fällen als Auslöser. Angesichts der beginnenden Grillsaison appellierte Verbandsvorsitzender Ebeling an die Bürger, besonders darauf zu achten, keine heiße Asche in der Mülltonne zu entsorgen. Im Kraftwerk trat am 2. März eine Störung auf. (Im Blickpunkt)
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