Zuwachs für das Krankenhaus

"Wir haben Engpässe an allen Ecken und Enden und brauchen einen baulichen Befreiungsschlag", berichtet Geschäftsführer Dr. Martin Baumann dem Förderverein.
Lokales
Schwandorf
23.11.2015
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Der Orden der Barmherzigen Brüder wird in den nächsten Jahren 50 Millionen Euro in einen Anbau am St. Barbara-Krankenhaus investieren. Mit der Erweiterung wird sich allerdings ein Problem verschärfen, das seit Jahren für Zündstoff sorgt.

Auf fünf Stockwerken entstehen zwei neue Krankenstationen, eine Akutgeriatrie-Abteilung, eine Intensivstation und die Notaufnahme. "Es wird das drittgrößte Krankenhausprojekt in Bayern sein ", sagte Geschäftsführer Dr. Martin Baumann bei der Hauptversammlung des Fördervereins am Freitag.

Der Freistaat Bayern fördert die Maßnahme mit 37,4 Millionen Euro, die allerdings erst 2019 fließen. "Wir werden aber früher beginnen", versicherte Dr. Baumann. Die räumlichen Voraussetzungen sind bereits geschaffen. Auf dem 13 000 Quadratmeter großen Gelände sind 5500 Quadratmeter planiert worden. Dafür mussten die ehemalige BBI-Direktoren-Villa und ein Gebäude an der Oskar-Kösters-Straße weichen.

Fördervereinsvorsitzender Andreas Wopperer reagierte zunächst sauer: "Der unsinnige Abriss der Villa hat uns nicht gefreut". Mittlerweile aber habe sich der Ärger gelegt: "Wir wollen nach vorne blicken und den engagierten Träger des Krankenhauses weiter unterstützen". Mit 267 Planbetten sei das St. Barbara-Krankenhaus die größte Klinik im Landkreis, so Dr. Martin Baumann. Er erwartet in diesem Jahr eine Rekordbelegung und geht am Ende von 14 700 stationär versorgten Patienten aus. Mit täglich durchschnittlich 66 Personen in der Notaufnahme versorge das Krankenhaus "fast so viele Patienten akut wie die Uniklinik in Regensburg".

Die Barmherzigen Brüder beschäftigen am Standort Schwandorf 700 Mitarbeiter, davon 74 Ärzte. Vor fünf Jahren waren es noch 39 Mediziner. Mit der neuen Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe sei das Haus enorm aufgewertet worden, findet der Verwaltungschef. Mit über 600 Geburten bis zum Jahresende erwartet er auch hier einen neuen Rekord. Inzwischen steht dem Krankenhaus ein von BMW gesponsertes Kuno-Mobil zur Verfügung, sollte eine Verlegung an die Kinderklinik Regensburg erforderlich sein.

Was bleibt, ist das Parkplatzproblem. Die Forderung aus den Reihen des Fördervereins nach einem Parkaus-Bau begegnete Dr. Martin Baumann mit den Worten: "Das können wir finanziell nicht stemmen". Er plane allerdings weitere Stellplätze an der Oskar-Kösters-Straße.

54 000 Euro hat der Förderverein auf der hohen Kante und kann damit die Klinik weiterhin mit Spenden unterstützen. Seit der Gründung vor 23 Jahren brachte der knapp 500 Mitglieder zählende Verein rund 800 000 Euro zugunsten des St. Barbara-Krankenhauses auf.
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