Zweckverband Müllverwertung Schwandorf schließt Kooperationsvertrag mit der OTH - ...
Innovativer Lernort Müllkraftwerk

Verbandsvorsitzender Thomas Ebeling (sitzend rechts) und Präsident Dr. Erich Bauer (links) unterzeichneten den Kooperationsvertrag zwischen der Hochschule Amberg-Weiden und dem Zweckverband Müllverwertung. Dahinter die Professoren Dr. Wolfgang Weber, Dr. Mario Mocker, Dr. Stefan Beer und Verbandsdirektor Thomas Knoll (von links). Bild: rid
Lokales
Schwandorf
21.04.2015
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Ihre langjährige Zusammenarbeit haben der "Zweckverband Müllverwertung Schwandorf" (ZMS) und die "Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden" (OTH) nun vertraglich besiegelt. Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen sprachen Vorstandsvorsitzender Landrat Thomas Ebeling und OTH-Präsident Dr. Erich Bauer von einer "Win-Win-Situation". Mit der Einrichtung eines "Innovativen Lernorts" (ILO) am Müllkraftwerk verbinden die Hochschulprofessoren einen besonderen Wunsch. Ein eigener Hörsaal auf dem ZMS-Gelände würde den Standort weiter aufwerten, ist Dr. Wolfgang Weber überzeugt. Der für die Hochschulentwicklung zuständige Referent tut alles, um die Absolventen an die Region zu binden. Mit Erfolg: "80 Prozent unserer Hochschulabgänger bleiben in der Oberpfalz oder den benachbarten Regierungsbezirken". Das Müllkraftwerk ist mittlerweile der elfte Innovative Lernort der OTH Amberg-Weiden. 15 sollen es bis Ende des Semesters werden. Präsident Dr. Erich Bauer kündigte die nächste Vereinbarung mit dem Fortbildungszentrum Charlottenhof an. Verbandsdirektor Thomas Knoll verwies auf die Alleinstellungsmerkmale der Müllverwertungsanlage und betonte: "Hier steht noch eines der wenigen Dampfkraftwerke in Bayern". Der Standort Schwandorf werde auch die Energiewende überleben, ist Thomas Knoll überzeugt. Er weiß um hohe Akzeptanz der Studenten, "die hier fast schon zu Hause sind".

Beide profitieren

"Lernen am Objekt" wollen die Professoren Dr. Stefan Beer und Dr. Mario Mocker mit ihren Studenten. Und dafür biete das Müllkraftwerk eine Fülle von Möglichkeiten. Ob es um Luftreinhaltung und Umwelttechnik, um Kunststoffverarbeitung, Biomasse oder Kraft-Wärme-Kopplung gehe - die Verbrennungsanlage eröffne die idealen Voraussetzungen für einen "innovativen Lernort" im Sinne der Vereinbarungen. Das Kraftwerk wiederum profitiere von den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Praktikanten und Studenten.

Präsident Dr. Erich Bauer will die "Innovativen Lernorte" vernetzen, Querverbindungen herstellen und die interdisziplinären Synergien nutzen. Die OTH biete aktuell 20 Studiengänge an. Professor Dr. Mario Mocker möchte auch "die Akzeptanz des Kraftwerkes in der Öffentlichkeit stärken". Landrat Thomas Ebeling sieht in der Zusammenarbeit einen Pluspunkt für den Aufstieg des Landkreises zur Bildungsregion.
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