Absichtserklärung unterzeichnet
Seit’ an Seit’ mit Laizhou

Eine Absichtserklärung zur Entwicklung einer dauerhaften Partnerschaft unterzeichneten in Laizhou (von links) Ka Bian (stellvertretender Bürgermeister), Jianguo Sun (stellvertretender Bürgermeister) Hans Hottner (CSU-Fraktion), Ning Yu (Oberbürgermeister Laizhou), Landrat Thomas Ebeling, Arnold Kimmerl (ÖDP), Jürgen Neuber (Freie Wähler), Rudi Sommer (Grüne) und Karl Bley (SPD). Bild: hfz/Landratsamt
Politik
Schwandorf
22.10.2016
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Landrat Thomas Ebeling saß am Freitagvormittag im Büro. Eigentlich nichts Besonderes, wäre er nicht mit der Landkreisdelegation erst am Donnerstag kurz vor Mitternacht von einer, wie Teilnehmer berichten, durchaus anstrengenden, Chinareise zurückgekehrt. Im Gepäck: viele Eindrücke und eine Absichtserklärung.

Die Schwandorfer Gruppe landet am Donnerstag um 18.30 Uhr auf dem Flughafen Frankfurt/Main. Kurz vor Mitternacht treffen die 19 China-Reisenden zu Hause ein. Da sind sie schon über 20 Stunden auf den Beinen. Und auch die Tage in China haben ihnen einiges abverlangt. Laizhou, das Anfang des Jahres seine Partnerschaftsfühler in den Landkreis ausgestreckte, arbeitete ein eng gestricktes Programm für den Besuch vom 14. bis 20. Oktober aus. Mit vielfältigen und wertvollen Eindrücken ist die Delegation zurückgekehrt, schreibt der Landrat in einer kurzen Erklärung auf NT-Nachfrage. Laizhou liegt in Bayerns Partnerprovinz Shandong.

900 000 Einwohner


Die 19-köpfige Delegation setzte sich aus Vertretern der Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur zusammen. Auf dem Programm standen in der rund 900 000 Einwohner zählenden Stadt - der Landkreis hat etwa 145 00 Einwohner - zahlreiche Firmenbesichtigungen, Besuche kultureller Einrichtungen und landestypischer Freizeiteinrichtungen sowie eine Fahrt ins Umland und an die Küste der Region. Zahlreiche Gespräche mit Vertretern der Stadt waren ebenfalls Teil der Besuchsreise. Als Höhepunkt stuft Landrat Ebeling die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Entwicklung einer dauerhaften Partnerschaft zwischen dem Landkreis und Laizhou ein. Auf dem Weg zum Flughafen besichtigte die Delegation in Qingdao (ehemalige deutsche Kolonie Tsingtau) den deutsch-chinesischen Ökopark, in dem sich zahlreiche deutsche Unternehmen angesiedelt haben. Der Ökopark wurde von deutschen Planungsbüros entwickelt und soll sich an die Kolonialarchitektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts anlehnen.

Gegenbesuch geplant


"Alle Delegationsmitglieder haben nach der Rückkehr ihre Bereitschaft erklärt, bei der Entwicklung einer weiteren Zusammenarbeit zwischen Laizhou und Schwandorf mitzuwirken", heißt es vonseiten des Landrats. Für den Juni 2017 ist ein Gegenbesuch anvisiert. Nach den Worten Ebelings will das Landratsamt als Vermittler für weitere Kontakte nach Laizhou auftreten. Die Gremien des Kreistages werden ausführlich über die Reise informiert. Einen ersten Bericht soll es, wenn die Ausschussmitglieder zustimmen, am Montag im Kreisausschuss geben.
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