An der Breite Straße soll betreute Wohngruppe entstehen - Bedenken geäußert
Platz für junge Flüchtlinge

Politik
Schwandorf
08.10.2014
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"Wir sollten die Jugendlichen hier freundlich begrüßen und uns um sie kümmern", sagte Stadtrat Ferdi Eraslan (FW) und räumte damit am Ende Vorurteile vom Tisch, die in der Stellungnahme eines Nachbarn auftauchten, der in der Sitzung das Wort ergriff.

Es sei zwar gut, dass sich Deutschland um Flüchtlinge kümmere. Er gab aber zu bedenken, was denn getan werde, wenn einer der Jugendlichen "aus dem Ruder läuft". Außerdem: Mitten in der Stadt gebe es keinerlei Freiflächen, etwa zum Spielen. Die gebe es in der Großstadt auch nicht, hielt Eraslan dagegen.

Betreuung rund um die Uhr

Oberbürgermeister Andreas Feller verwies darauf, dass der Ausschuss nur das Bauvorhaben der Dr. Loew Soziale Dienstleistungen zu prüfen habe, die die Betreuung der zwölf Jugendlichen übernehmen wird. Die Räte äußerten teilweise Verständnis für die Bedenken der Nachbarn. SPD-Sprecher Max Schuierer hielt die Innenstadt als Standort geeigneter als die Peripherie, um die Integration voran zu bringen.

Alfred Braun (SPD) verwies darauf, dass der Betreiber die Verantwortung für die Jugendlichen trage. Auch Marion Juniec-Möller (Grüne) brach eine Lanze für die Wohngruppe: "Wir sollten darüber nachdenken, was wir für die jungen Leute tun können."

Ab 14 Jahren

Die Wohngruppe richtet sich an jugendliche Flüchtlinge über 14 Jahre, die in Schwandorf auch die Schule besuchen werden. Außerhalb der Schulzeit werden die jungen Menschen rund um die Uhr betreut. Der Bauausschuss erteilte die Nutzungsgenehmigung für vorerst zwei Jahre.
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