Ausschuss reduziert SPD-Antrag auf zwei Vorhaben - Kosten sollen den Ausschlag geben
Mehr Radwege an den Kreisstraßen

Der Landkreis wäre grundsätzlich bereit, mehr Radwege direkt neben seinen Kreisstraßen zu bauen. Zwei konkrete Maßnahmen an der SAD 1 und an der SAD 5 sollen jetzt mit Blick auf die finanzielle Realisierbarkeit geprüft werden. Bild: Götz
Politik
Schwandorf
15.10.2016
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Für einen Ausbau des Radwegenetzes im Landkreis trat die SPD-Kreistagsfraktion in einem Antrag ein. Er zielte darauf ab, Lücken zu schließen und vor allem neue Wege für Radfahrer entlang der Kreisstraßen zu führen. Damit befasste sich in dieser Woche der Bauausschuss des Kreises.

SPD-Sprecher Siegfried Damm regte an zu ermitteln, wo solche Wege vor allem aus Sicherheitsgründen erforderlich und auch möglich sind. Der Landkreis solle anschließend eine Prioritätenliste aufstellen und sie sukzessive abarbeiten. Landrat Thomas Ebeling (CSU) rief einen Grundsatzbeschluss aus dem Jahr 2001 in Erinnerung, wonach sich der vom Landkreis mitfinanzierte Bau an der überregionalen Bedeutung der Radwege orientieren muss. Grundsätzlich, so Ebeling weiter, sei es nötig, dass sich die betreffenden Kommunen auch finanziell engagieren. Grünen-Fraktionschef Rudolf Sommer plädierte dafür, keine neuen Wege an Straßen zu errichten, sondern lieber vorhandene Wege durch Fluren und Wälder auszubauen, weil sie sowohl touristisch als auch vom Erholungswert her wesentlich mehr brächten. Dann wäre man aber mit der Zuständigkeit des Landkreises schnell am Ende angelangt, fügte der Landrat an. Die Kreisräte Karl Bley (SPD) und Georg Butz (CSU) gaben zu bedenken, dass gerade diese Wege zwecks Sicherheitsbedenken oftmals nicht gerne angenommen werden.

Thomas Ebeling schlug schließlich vor, vom SPD-Antrag Abstand zu nehmen. Jedoch solle sich die Tiefbauabteilung des Landkreises zwei von der SPD vorrangig und beispielhaft vorgeschlagene Projekte näher anschauen und die nötigen Kosten eruieren. Dabei geht es um die Kreisstraße von Münchshofen über Bubach nach Klardorf und um die Kreisstraße von Teublitz nach Bruck. "Dann sehen wir weiter", kündigte er an und fand damit die einhellige Zustimmung des Gremiums.
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