Bauausschuss vor vertracktem Problem:
Verzwickte Zufahrtswege

Diese Kies-Zufahrt zu den hinterliegenden Grundstücken stößt den Anliegern der Dr.-Georg-Klitta-Straße sauer auf. Der Bebauungsplan sieht hier Garagen vor. Der Plan, auf den Grundstücken rechts zwei Mehrfamilienhäuser zu bauen, wurde vom Bauausschuss am Dienstag abgelehnt.
Politik
Schwandorf
13.07.2016
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Ein Grundstück, das nur mit dem Hubschrauber erreichbar ist? Mitten in der Stadt eigentlich undenkbar. Eine Entscheidung des Bauausschusses des Stadtrats könnte eins entstehen lassen. Allerdings ist der Eigentümer nicht ganz unbeteiligt an der skurrilen Situation.

Die Räte rückten am Dienstag an, erwartet von einer Schar von Anliegern, die ihrem Ärger Luft machten: Jetzt fahren Baufahrzeuge und Kunden mitten durch ein reines Wohngebiet, mit der Ruhe ist's vorbei. Gegen ein neues Gebäude am Wendehammer hätte die Mehrheit wohl nichts gehabt, auch wenn es nicht genau den Vorgaben des Bebauungsplans entsprochen hätte. Aber: Der Erschließungs-Stich solle weg, machte Anlieger Volker Droge klar, der sich zum Sprecher der Nachbarn machte.

Und nun? Maximilian Fritsch, der stellvertretende Leiter des Bauamts, legte die rechtlichen Grundlagen nochmal dar, verwies auch darauf, dass ein Helikoptergrundstück entstehen könnte, sollte es keine Befreiung von den Vorschriften des Bebauungsplans geben. Denn der sieht dort, wo jetzt der Zufahrts-Stich ist, Garagen vor.

Im Sitzungssaal war die Sache schnell erledigt. Der Bauausschuss ließ die Befreiungen nicht zu, der Bebauungsplan bleibt, wie er ist. Franz Radlinger (CSU) und auch Alfred Braun (SPD) hatten dafür plädiert, den Forderungen der Anlieger zu entsprechen. Auch Marion Juniec-Möller (Grüne) und Dr. Jochen Glamsch (UW) folgten dieser Richtung. Nun wird über kurz oder lang eine Lösung für die Zufahrt gefunden werden müssen.

In Krondorf im Gebiet "Am Gsteinert" werden zwei neue Mehrfamilienhäuser entstehen, jeweils mit neun Wohneinheiten. Eines der Gebäude an der Ecke Am Gsteinert/Am Danneracker darf allerdings nicht so massig werden, wie beantragt. Der Bauausschuss verband die Genehmigung mit der Bedingung, dass die Wandhöhe des Gebäudes die zugelassenen 7,76 nicht überschreitet. Geplant waren bis zu 8,90 Meter. Das Gebäude wird bis zu 26 Meter lang, Anlieger haben das Vorhaben bereits als zu groß abgelehnt. Ein Einwand, der in der Beschlussvorlage als "nicht abwegig" bezeichnet wird.
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