Bayerischer Landesjugendhilfeausschuss tagt in der Spitalkirche
„Seismograph“ für künftige Aufgaben

Thomas Keller, strategischer Teamleiter Prävention am Landesjugendamt (stehend) war einer der Referenten bei der Sitzung des Bayerischen Landesjugendhilfeausschusses am Donnerstag in der Spitalkirche. Bild: Dotzler
Politik
Schwandorf
26.02.2016
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Der Bayerische Landesjugendhilfeausschuss war am Donnerstag zu Gast in der Großen Kreisstadt. Die Tagung stand unter dem Motto "Perspektiven der Kinder- und Jugendhilfe in Bayern". Das teilte das Zentrum Bayern für Familie und Soziales mit.

"Die Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe ist heute stark vernetzt. Daher werden die Anforderungen an die Jugendämter in Zukunft eher zu- als abnehmen!", ist der Leiter des Bayerischen Landesjugendamtes (BLJA) im Zentrum Bayern Familie und Soziales, Hans Reinfelder überzeugt.

"Wenn Jugendhilfe wirksam sein will, dann muss sie alle Aufgaben und Rahmenbedingungen von Hilfen für Eltern und Kinder berücksichtigen - die Familienbildung und die Kindertagesbetreuung, den Bevölkerungswandel und den unterschiedlichen Bedarf in Ballungszentren und im ländlichen Raum", ergänzte er. Der Bayerische Landesjugendhilfeausschuss befasst sich mit Angelegenheiten der Kinder- und Jugendhilfe von überörtlicher Bedeutung. Ihm gehören Vertreterinnen und Vertreter der freien Jugendhilfe, der kommunalen Spitzenverbände und weitere in der Jugendhilfe erfahrene Frauen und Männer an.

Die Ausschusssitzung wurde mit einem Vortrag des renommierten Jugendhilfeexperten Dr. Christian Lüders vom Deutschen Jugendinstitut (dji) eröffnet. Im Anschluss wurden in Arbeitsgruppen die Themen Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Jugendschutz und Erzieherische Hilfen und ihre Perspektiven diskutiert. Bernhard Zapf, der amtierende Vorsitzende des Landesjugendhilfeausschusses, nennt das Gremium "einen Seismograph dafür, welche Herausforderungen in der Jugendhilfe anzupacken sind".

Ziel sei, auch mit Blick auf die kommende Amtsperiode des Landesjugendhilfeausschusses, Entwicklungen und Herausforderungen aufzunehmen und eine tragfähige Zukunftsperspektive für die bayerische Kinder- und Jugendhilfe zu erarbeiten. Die neue Amtsperiode beginnt im Januar 2017.

Die Große Kreisstadt könnte in Zukunft öfter Tagungsort für überregionale Vertreter der Jugendhilfe werden: Im Zuge der Behördenverlagerung soll eine Dienststelle des Landesjugendamtes mit 20 Arbeitsplätzen nach Schwandorf verlagert werden. Ein möglicher Standort wäre gleich in der Nähe der Spitalkirche: Auf dem Grundstück der abgerissenen Beer-Häuser könnte ein entsprechendes Bürogebäude entstehen. Überlegungen dazu geb es bereits im Stadtrat.
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