Bayernwerk will 110-kV-Leitung ertüchtigen
Nächste Trasse sorgt für Ärger

Die 110-kV-Leitung des Bayernwerks rückt - wie hier an der Lange Straße - dicht an den Stadtteil Büchelkühn heran. Bild: Steinbacher
Politik
Schwandorf
24.03.2016
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Das Bayernwerk will eine 110-Kilovolt-Stromleitung ertüchtigen. Sie verläuft relativ dicht an Büchelkühn. Die Stadt will eine Verlegung der Trasse erreichen.

Nur 50 Meter


Die Trasse führt dicht an Büchelkühn vorbei, teilweise - wie an der Langen Straße - beträgt der Abstand zur Wohnbebauung nur 50 Meter. Der Stadtteil ist wegen des nahen Umspannwerks ohnehin von Stromleitungen umgeben, teils auch überspannt. Nicht nur wegen der von Heimatminister Markus Söder angekündigten, neuen Abstandsregelungen will die Stadt nun eine Verbesserung der Situation erreichen. OB Feller berichtete von Gesprächen mit dem Bayernwerk. Das Ziel: entweder eine Erdverkabelung oder das Abrücken der Trasse vom Ortsrand Büchelkühns Richtung ehemalige Bundesstraße 15. Die Mehrkosten belaufen sich mindestens auf eine Million Euro. Grundsätzlich sei das Bayernwerk wohl dazu bereit, allein: "Die Million muss irgendwo herkommen", sagte Feller. Deshalb stünden weitere Gespräche mit der Bundesnetzagentur an.

"Viel Glück"


Die Verbesserung forderten unisono auch die Fraktionssprecher. Stadtrat Alfred Damm (ÖDP) bekam Rederecht im Ausschuss und pochte darauf, die Gesamtbelastung des Stadtteils zu berücksichtigen. Von einem Abstand von 400 Metern könne da überhaupt keine Rede sein.

Auf eine freiwillige Verlegung der Trasse durch den Energieversorgers will Damm nicht hoffen. "Ich wünsche Ihnen viel Glück bei Ihren Gesprächen", sagte Damm in Richtung des OB. Der wird vom weiteren Fortgang der Gespräche berichten.
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