Bericht des Regionalmanagements
Landkreis als Marke etablieren

Politik
Schwandorf
14.03.2016
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Regionalmanagerin Tina Breitenbach möchte den Landkreis stärker als Marke positionieren, um den Wiedererkennungswert zu erhöhen und ein einheitliches Erscheinungsbild nach außen zu schaffen. Bei der Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik (KUTA) stellte die Regionalmanagerin dieses Projekt vor.

Um den Landkreis Schwandorf als Marke zu entwickeln, müsste zunächst ein Konzept erarbeitet werden. Dazu gehört es zum Beispiel auch, ein eigenes Logo für den Kreis zu erarbeiten. Das Ziel: "Die eigenen Bürger, Investoren, Gäste und Fans zu gewinnen und zu binden", betonte Breitenbach. Das sahen ein paar Ausschussmitglieder etwas skeptisch: Bernhard Krebs (SPD) mahnte zum Beispiel an, dass es bereits im Bereich Tourismus in der Region eine Vielzahl an Logos gebe und man aufpassen müsse, dass es nicht zu viele werden. Arnold Kimmerl regte an, doch das Logo des Landratsamtes zu verwenden, was wiederum bei Landrat Thomas Ebeling nicht unbedingt auf große Gegenliebe stieß: Die dort verwendete Schrift sei zum Beispiel überhaupt nicht mehr zeitgemäß, erwiderte der Landrat.

Treffen an der Hochschule


Als weitere Projekte im Handlungsfeld "Wettbewerbsfähigkeit", nannte Tina Breitenbach im Anschluss Aktionen des landkreisübergreifenden Zusammenschlusses "Das Plus der Oberpfalz". Angedacht ist unter anderem ein Netzwerktreffen an der Ostbayerischen Technischen Hochschule. Im Handlungsfeld "Siedlungsentwicklung" schlug die Regionalmanagerin vor, landkreisweit eine Bedarfsanlayse für den Öffentlichen Personennahverkehr zu erstellen. Dazu soll die komplette Landkreis-Bevölkerung befragt und der genaue Bedarf ermittelt werden, um diesen dann in einem zweiten Schritt möglichst umzusetzen.

Im Zuge des Leerstandsmanagements ist angedacht, eine Übersicht über sämtliche Leerstände in der Region ins Geoinformationssystem (GIS) des Landkreises einzutragen. Dadurch könnten sich Interessenten schnell einen Überblick über verfügbare Immobilien verschaffen.

Unter dem Handlungsfeld "Regionale Identität" schwebt der Regionalmanagerin ein Magazin für Direktvermarkter vor. Darin könnten sich die Lebensmittelerzeuger samt ihren Produkten hochwertig und zeitlos präsentieren. Der Ausschuss empfahl dem Kreistag einstimmig, den entsprechenden Förderantrag zu stellen.

Neue RichtlinieDas Bayerische Finanzministerium hat für das seit 2008 bestehende Regionalmanagement eine neue Förderrichtlinie (FöRReg) herausgegeben. Demzufolge würden einzelne Projekte mit 80 Prozent gefördert. Bei landkreisübergreifenden Maßnahmen beträgt der Satz 90 Prozent. Die maximale jährliche Summe, die der Staat zuschießt, liegt bei 100 000 Euro bei einer maximalen Laufzeit bis Ende 2018.
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