Besuch des Regierungspräsidenten
Besondere Beziehung zu Konrad Max Kunz

Politik
Schwandorf
08.04.2016
17
0

Der ehemalige Protokollchef der Bayerischen Staatskanzlei und heutige Regierungspräsident der Oberpfalz Axel Bartelt hat bei seinem Besuch in Schwandorf das Protokoll erst einmal etwas durcheinander gebracht. Das von der Stadt erstellte Programm mit Besichtigung des Felsenkeller-Labyrinths, der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in den Meiller-Hallen und der Firma Wolf erweiterte er aus persönlichem Interesse. "Für mich ist die Große Kreisstadt etwas Besonderes", betonte er beim Empfang und weckte Neugier, "denn sie ist die Geburtsstadt des Komponisten der Bayernhymne".

Faible für die Bayernhymne


Das Faible für das Lied der Bayern erklärte er im Amtszimmer von Oberbürgermeister Andreas Feller postwendend. "Als langjährigen Protokollchef hat mich die Hymne tagtäglich begleitet. Ich glaube, ich habe sie so oft mitgesungen wie kaum ein anderer, deshalb möchte ich den Turm sehen." Der Jurist Bartelt war von Oktober 2003 bis 31. Januar 2014 Protokollchef in der Staatskanzlei.

Zum 1. Februar 2014 wechselte er als Regierungspräsident an den Regensburger Emmeramsplatz. Der Wunsch wurde dem Gast natürlich erfüllt. Der erste Weg nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt führte zum Blasturm, in dem Konrad Max Kunz am 29. April 1812 geboren wurde.

250 Flüchtlinge im März


Bei dem Gespräch im Rathaus war die Flüchtlingsproblematik das dominierende Thema. Prognosen zur Entwicklung sind Bartelt zufolge schwierig. Nach zum Teil 700 Asylbewerbern pro Tag im vergangenen September oder Oktober seien im gesamten März 2016 lediglich 250 in der Oberpfalz angekommen. "Wir müssen sorgsam und mit Bedacht reagieren." Keiner wisse, wie die Zukunft aussehe.

Über die Auswirkungen durch das Schließen der Balkanroute und das Abkommen mit der Türkei findet nach den Worten Bartelts heute ein Gespräch mit Sozialministerin Emilia Müller und Innenminister Joachim Hermann in München statt. Er möchte auf jeden Fall Kapazitäten vorhalten. Landkreis und Stadt sowie den vielen Ehrenamtlichen spendete er ein dickes Lob für die ausgezeichnete Bewältigung der Flüchtlingssituation. Zum Kommunalen Investitionsprogramm kündigte er eine Entscheidung des Innenministers im Mai an. (Innenteil)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.